China im Jahr des Feuer-Hahns: Viele Augen auf Wirtschaftspolitik

Rote Laternen begrüßen das Jahr des Feuerhahns in China. © Fotolia / beltsazar

China startet ins Jahr des Feuer-Hahns. Der Ende Januar gefeierte Jahresbeginn ist der wichtigste chinesische Feiertag. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump schauen viele europäische Unternehmen nach Osten. Mit seinem Büro in Peking ist der BDI vor Ort präsent, um die Entwicklungen zu begleiten

Die deutsche Industrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend internationalisiert. Ohne Einbindung in den Welthandel wäre das Modell der deutschen Volkswirtschaft heute undenkbar. Deshalb vertritt der BDI die Interessen der deutschen Wirtschaft zunehmend auf internationaler Ebene. China ist ein gutes Beispiel dafür. Für Deutschland ist das Land der wichtigste Handelspartner in Asien. Umgekehrt ist die Bundesrepublik die Nummer eins beim chinesischen Handel mit Staaten der EU. Die guten Beziehungen sind das Ergebnis einer eng auf einander abgestimmten Zusammenarbeit – und eines aufmerksamen Beobachtens der politischen Prozesse im Partnerland.

Die Volksrepublik steckt momentan in einer grundlegenden Transformationsphase, im Jahr 2013 hat die chinesische Regierung einen umfassenden Reformprozess eingeleitet. Für die deutsche Industrie ist es wichtig, nicht nur über Entwicklungen der eigenen Industrie in China auf dem Laufenden zu sein, sondern auch eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wie sich das Land insgesamt wirtschaftspolitisch entwickelt. So kann die deutsche Industrie ihre Interessen in China wirksamer vertreten. Gleichzeitig ist die BDI-Repräsentanz in Peking eine verlässliche und vertrauensvolle Anlaufstelle für die chinesischen Partner – seien es Ministerien, Unternehmen, Verbände, Universitäten oder Think Tanks.

China mit den Augen Pekings sehen

Es ist offensichtlich ein großer Unterschied, ob Entwicklungen in China von Berlin aus oder eben von Peking aus betrachtet werden. Beide Blickwinkel sind nötig, um ein umfassendes Bild der Chancen und Risiken deutscher Unternehmen in China zeichnen zu können. Besondere Aufmerksamkeit wurde kürzlich den Äußerungen des chinesischen Präsident Xi Jinping auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar zuteil. Xi trat in seiner Rede deutlich für wirtschaftliche Globalisierung ein und zeigte sich offen für transparente Freihandelsabkommen. Vor diesem Hintergrund ist eine aufmerksame und enge Begleitung besonders wichtig: „Die globale Kräfteverschiebung in Richtung Asien – allen voran China und Indien – ist bereits in vollem Gange“, sagt Hanna Müller, Leiterin der BDI-Vertretung in Peking, und fügt hinzu: „Die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie wird zunehmend auch von der Frage entschieden werden, wie wir mit dem Aufstieg Asiens umgehen, ob wir gut gerüstet sind. Hierzu müssen wir die Entwicklungen und Prozesse vor Ort erleben und begleiten können.“

Zur Büroeröffnung im vergangenen Herbst besuchte auch der damalige BDI-Präsident Ulrich Grillo die neue Repräsentanz in Peking und die Büroleiterin Hanna Müller. © Du Yusen
Das Publikum lauscht der Rede Ulrich Grillos zur Eröffnung der BDI-Repräsentanz in Peking. © Du Yusen
Visitenkarten sind der Schlüssel: Peking-Büroleiterin Hanna Müller unterhält gute Kontakte mit Vertretern der chinesischen Industrie und Politik. © Du Yusen
BDI von Berlin bis Beijing: Büroleiterin Hanna Müller heißt regelmäßig auch Kollegen aus Berlin in Peking willkommen (links, hier mit China-Referentin Patricia Schetelig). © Du Yusen