Cybersicherheit ist die Voraussetzung für die digitale Souveränität Europas

Bestandteile der digitalen Souveränität ©BDI_2016

Zwei Drittel der deutschen Industrieunternehmen wurden bereits Opfer von Cyberangriffen. Diese nehmen an Komplexität und Häufigkeit zu. Das Risikobewusstsein ist in vielen Unternehmen bereits angekommen. Es bedarf jedoch einer wettbewerbsfähige europäische Cybersicherheitswirtschaft, die sichere und vertrauenswürdige Lösungen bereitstellt. Dies stärkt die digitale Souveränität des europäischen Wirtschaftsstandortes.

Die Industrie befindet sich inmitten des größten Wandels der letzten Jahrzehnte. Die digitale Vernetzung von industriellen Prozessen, Fertigungsabläufen und gesamten Wertschöpfungsstrukturen schreitet mit enormer Dynamik voran. Ein Leben ohne digitale Informationstechnologien kann man sich heute kaum noch vorstellen.

„Die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von Daten ist ein strategischer Standortvorteil für Deutschland und Europa.“ Dr. Hermann Rodler, Vorsitzender BDI-Ausschuss Digitale Wirtschaft, Telekommunikation und Medien

Der Erfolg der digitalen Transformation hängt insbesondere vom Vertrauen der Anwender in die Sicherheit und Integrität von IT-Strukturen ab. Unternehmen müssen ihre Daten – insbesondere wettbewerbs- und geschäftskritische Informationen – vor Ausspähung, Manipulation und Zerstörung schützen. Dazu müssen sie Kompetenzen aufbauen, um Risiken bewerten und entsprechende Schutzmaßnahmen entwickeln zu können. Zugleich bedarf es einer wettbewerbsfähigen Cybersicherheitsbranche, die vertrauenswürdige Sicherheitslösungen für Unternehmen, öffentlichen Stellen und private Nutzer bereitstellt. Cybersicherheit muss zu einem strategischen Standortvorteil werden. Mit dem Grundsatzpapier Cybersicherheit – Voraussetzungen für die digitale Souveränität in Deutschland und Europa leistet die deutsche Industrie einen Beitrag in der Diskussion über die digitale Souveränität Europas.

„Sicherheit muss über die gesamte Wertschöpfungskette gewährleistet werden. Die Möglichkeit der Erweiterung oder des Austausches der IT-Sicherheitskomponenten sollte jedoch grundsätzlich bestehen.“ Michael Ziesemer, Vorsitzender BDI-Ausschuss Digitale Wirtschaft, Telekommunikation und Medien