Der Dollar von Donald Trump – Die Weltwirtschaft vor neuer Ära

Die Weltwirtschaft wird 2017 deutlich anziehen. Das Wachstum wird um gut 3,5 Prozent und damit um einen halben Prozentpunkt zulegen. Der Welthandel dürfte um drei bis vier Prozent anziehen. Die deutsche Wirtschaft wird 2017 mit 1,5 Prozent wachsen.

Die größten Impulse werden wohl ab dem Sommer aus den Vereinig-ten Staaten kommen. Die Trump-Administration und der Kongress dürften die Körperschaft- sowie die Einkommensteuer senken und die Ausgaben für Verteidigung erhöhen. Die Defizite im Bundeshaushalt und der Leistungsbilanz dürften dementsprechend zunehmen. Der neue Protektionismus birgt jedoch große Gefahren. 

Der Dollar von Donald Trump wird im Jahresverlauf um fünf bis zehn Prozent gegenüber den wichtigsten Weltwährungen aufwerten. Zumindest anfänglich ist zudem mit einer erhöhten Volatilität der Währungs-relationen zu rechnen. Transatlantische Konjunktur- und Zinsdifferenzen sowie Gewinnrepatriierungen werden die Anpassungen treiben. 

Der Euroraum und Japan werden somit einen moderaten Impuls für die Nettoexporte und die Investitionstätigkeit erhalten. Die konjunkturelle Erholung in der EU wird sich dadurch weiter festigen. Der Abwertungsdruck auf den Renminbi erschwert dagegen die chinesische Stabilisierungspolitik. 

In wichtigen Schwellenländern wird die Verwundbarkeit gegenüber einer hohen Dollarverschuldung des privaten Sektors bei steigenden Zinsen in den USA und einem aufwertenden Dollar bedeutsamer. Die Finanzrisiken bei den größeren Dollarschuldnern nehmen zu.