Deutschland setzt Zeichen für Transparenz im Rohstoffsektor

Auf der 7. Weltkonferenz in Lima wurde offiziell die deutsche Kandidatur für die Transparenzinitiative EITI angenommen, an der der BDI aktiv mitgewirkt hat. © BDI, Eva Stollberger

Im Rahmen der 7. Weltkonferenz der Initiative für Transparenz im Rohstoffsektor – „EITI“ – in Lima, Peru wurde Deutschland vom internationalen EITI-Vorstand als 51. EITI-Mitgliedsland aufgenommen.

Der BDI hat die deutsche Kandidatur aktiv unterstützt, um durch den Beitritt Deutschlands sowohl die internationalen Bemühungen für mehr Transparenz im Rohstoffsektor zu stärken als auch die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung für das Industrieland Deutschland herauszustellen. Die Entscheidung nahm der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und EITI-Sonderbeauftragte der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, in Lima persönlich entgegen. Der Aufnahme als EITI-Mitglied ging ein 18-monatiger Kandidaturprozess voraus, an dem der BDI als Mitglied der dafür eingesetzten Multi-Stakeholder-Gruppe (MSG) maßgeblich beteiligt war.

Im Rahmen der EITI-Weltkonferenz hat sich auch das neu gewählte internationale EITI-Board konstituiert. Fredrik Reinfeldt, ehemaliger Ministerpräsident Schwedens, übernahm dabei das Amt des Vorsitzenden von Clare Short, der ehemaligen britischen Ministerin für Internationale Entwicklung.

Nachdem Deutschland offiziell als EITI implementierendes Land zugelassen wurde, wird die MSG im nächsten Schritt den nationalen Prozess zur Umsetzung der Initiative in Deutschland steuern. Der BDI wird sich weiter aktiv im Rahmen der Multi-Stakeholder-Gruppe und als Koordinator der Wirtschaftsseite in den EITI-Prozess einbringen.

Nähere Informationen: www.d-eiti.de