Ein Jahr der Extreme für die Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft wird 2015 ein Jahr der Extreme durchleben. Während Nordamerika und weite Teile Asiens mit kräftigem Wachstum aufwarten dürften, wird es Russland, die Ukraine und einige Ölexporteure wohl heftig treffen.

In der Eurozone ist durch den zu erwartenden dreifachen Impuls der Geldpolitik, des Wechselkurses und der Ölpreise eine weitere Erholung wahrscheinlich.

Deutschland verzeichnete im letzten Jahr 1,5 Prozent reales Wachstum. Die starke Beschäftigungsentwicklung hat sich nochmals fortgesetzt und den privaten Verbrauch zum König der Kräfte werden lassen. Der Staatsverbrauch,die Investitionen und der Außenbeitrag haben jeweils kleine Beiträge zum Wachstum geliefert.

Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem Wachstum von rund 1,5 Prozent. Die geldpolitischen und außenwirtschaftlichen Impulse, vor allem die Einsparungen bei den Energieeinfuhren und leicht steigende Nettoexporte, dürften nicht nur den privaten Verbrauch auf Expansionskurs halten, sondern auch die Investitionstätigkeit etwas stärker anregen.