Startup-Know-how im Familienunternehmen: Die Vorwerk Ventures

Das traditionsreiche Familienunternehmen Vorwerk sucht mit einer eigenen Venture Capital Firma aktiv den Austausch mit Startups: 2007 wurde die Vorwerk Direct Selling Ventures GmbH, kurz Vorwerk Ventures, gegründet. Seither investiert Vorwerk in innovative Ideen und Konzepte, die für das eigene Geschäft nutzbringend sein können.

Die Beteiligungsgesellschaft vereint die Wachstumsdynamik junger, innovativer Unternehmen mit der finanziellen Stärke und dem Know-how von Vorwerk. Zum Portfolio gehören aktuell Startups wie Junique und Hello Fresh. Ehemals im Portfolio waren Beteiligungen unter anderem an dawanda und stylefruits. Mit einem erfolgreichen Direktvertriebsunternehmen im Hintergrund, unterscheidet sich Vorwerk Ventures von reinen Finanzinvestoren und bietet Startups ein besonderes Umfeld.

Mehrwert für beide Partner

Die geförderten Startups profitieren nicht nur finanziell, der Austausch mit einem etablierten Unternehmen bietet gerade jungen Unternehmen wertvolles Erfahrungswissen. Investmentkriterien sind:

  • Geschäftsmodell ist direct-to-Consumer / transaktionsorientiert
  • Eigenkapitalinvestments zwischen einer und zehn Millionen Euro
  • Minderheitsbeteiligung, vorzugsweise als Wachstumskapital, möglich Unternehmen ist bereits erfolgreich am Markt tätig und wächst, ist in attraktiven internationalen Wachstumsmärkten aktiv
  • verfügt über erstklassiges Management
  • Wertsteigerung des Unternehmens durch profitables Wachstum möglich
  • Exit möglich

Umgekehrt profitiert auch Vorwerk vom Austausch mit Startups. Norbert Muschong, Managing Director der Vorwerk Direct Selling Ventures meint: „Aus der Perspektive eines Mittelständlers gleicht der Arbeitsalltag in Startups dem aus einer fremden Welt. Doch die Zusammenarbeit zwischen Startups und Mittelstand bietet beiden Welten große Potenziale, wenn es gelingt, Kulturunterschiede zu überwinden.“

Was Familienunternehmen wie Vorwerk kennzeichnet, ist ihr Wirtschaften mit langfristiger Perspektive. Investitionen in Innovation und die Trends von morgen sind daher auch für Familienunternehmen selbstverständlich. Doch die Geschwindigkeit mit der Startups neue Ideen auf den Markt bringen, ist eine andere. Disruptive Neuerungen entstehen meist nicht in etablierten Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit Startups bietet Mittelständlern einen Wissensaustausch, der vor allem was die Digitalisierung betrifft, sehr nutzbringend sein kann.