Wirtschaftsbeziehungen zu den USA – Pfeiler für Arbeitsplätze in Deutschland

Times Square, New York City © cgc76/Flickr (CC BY-NC ND 2.0)

Die USA sind ein wichtiger Partner für Politik und Wirtschaft in Deutschland. Viele Arbeitsplätze entstehen hierzulande, weil deutsche Unternehmen ihre Produkte in den USA verkaufen und weil US-amerikanische Unternehmen in Deutschland investieren. Als demokratischer Rechtsstaat stehen die USA zudem im besonderen Maße für Stabilität und Berechenbarkeit.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht nur ein wichtiger politischer Partner für die Bundesrepublik Deutschland. Auch die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA haben eine große Bedeutung. Im Jahr 2015 lösten die USA Frankreich laut dem Statistischen Bundesamt als wichtigster Absatzmarkt für deutsche Warenexporte ab. Deutsche und US-amerikanische Unternehmen gehören zudem zu den wichtigsten Investoren im jeweils anderen Markt. Damit sind die Beziehungen zu den USA eine wichtige Stütze für Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland.  

Daten und Fakten    

  • Im Jahr 2015 betrug der Wert deutscher Warenexporte in die USA 113,7 Milliarden Euro und machte damit 9,5 Prozent der Gesamtexporte aus (Statistisches Bundesamt);
  • Bei den Warenimporten waren die USA im Jahr 2015 Deutschlands viertwichtigster Partner nach China, den Niederlanden und Frankreich. Deutschland importierte Waren im Wert von 60,2 Milliarden Euro aus den USA. Das entsprach 6,3 Prozent der Gesamtimporte (Statistisches Bundesamt);
  • Die USA sind das wichtigste Zielland für deutsche Investitionen. Etwa 28 Prozent der deutschen Direktinvestitionen im Ausland befanden sich 2014 in den USA (Bundesbank);
  • 2014 gab es 4.725 deutsche Unternehmen mit unmittelbaren und mittelbaren Direktinvestitionen in den USA (Bundesbank);
  • Die EU und die USA erwirtschafteten 2015 gemeinsam 45,5 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes und standen für 61,2 Prozent der weltweiten ausländischen Direktinvestitionsbestände (outward stock; UNCTAD; bei den BIP-Zahlen handelt es sich um vorläufige Ergebnisse).

Die starken wirtschaftlichen Beziehungen nützen beiden Seiten: Auch US-Unternehmen sind auf dem deutschen Markt sehr präsent: Deutschland war 2015 im Warenhandel der sechstgrößte Absatzmarkt für die USA. Innovative US-amerikanische Produkte sind bei deutschen Verbrauchern beliebt. Zudem schaffen und sichern die Investitionen von US-Unternehmen wie Ford, General Electric, McDonald’s oder auch Hewlett Packard Arbeitsplätze in Deutschland.

Der BDI begleitet die Entwicklungen in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen intensiv. Unser Verbindungsbüro in Washington, der Representative of German Industry and Trade (RGIT), unterstützt unsere Arbeit vor Ort.

Zweimal im Jahr veröffentlichen wir den "Länderbericht USA" (ehemals "Quartalsbericht USA") mit Kerndaten und -fakten zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation in den USA. Alle Ausgaben finden Sie unten als Download.

USA und EU: Wichtige Akteure der Weltwirtschaft

Gemeinsamer Anteil von USA und EU an den weltweiten Größen in Prozent. *BIP in US-Dollar zu laufenden Preisen und laufenden Wechselkursen. **ohne Intra-EU-Handel

Quelle: OECD, UNCTAD, WTO (eingesehen am 7.10.2015).