Wirtschaftsbeziehungen zu den USA – Pfeiler für Arbeitsplätze in Deutschland

Times Square, New York City © cgc76/Flickr (CC BY-NC ND 2.0)

Die USA sind ein wichtiger Partner für Politik und Wirtschaft in Deutschland. Viele Arbeitsplätze entstehen hierzulande, weil deutsche Unternehmen ihre Produkte in den USA verkaufen und weil US-amerikanische Unternehmen in Deutschland investieren.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht nur ein wichtiger politischer Partner für die Bundesrepublik Deutschland. Auch die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA haben eine große Bedeutung. Im Jahr 2015 lösten die USA Frankreich laut dem Statistischen Bundesamt als wichtigster Absatzmarkt für deutsche Warenexporte ab, und 2016 waren die USA weiterhin unser wichtigster Exportmarkt. Deutsche und US-amerikanische Unternehmen gehören zudem zu den wichtigsten Investoren im jeweils anderen Markt. Damit sind die Beziehungen zu den USA eine wichtige Stütze für Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland.  

Daten und Fakten    

  • Im Jahr 2016 betrug der Wert deutscher Warenexporte in die USA 106,9 Milliarden Euro und machte damit 8,9 Prozent der Gesamtexporte aus (Statistisches Bundesamt);
  • Bei den Warenimporten waren die USA im Jahr 2016 Deutschlands viertwichtigster Partner nach China, den Niederlanden und Frankreich. Deutschland importierte Waren im Wert von 57,8 Milliarden Euro aus den USA. Das entsprach 6,1 Prozent der Gesamtimporte (Statistisches Bundesamt);
  • Deutsche Investoren haben in den USA 255 Milliarden US-Dollar investiert (US-Angaben zum Investitionsbestand für 2015). In der Rangliste der wichtigsten ausländischen Investoren in den USA nimmt Deutschland damit den siebten Platz ein;
  • Deutsche Unternehmen beschäftigen in den USA rund 672.000 Arbeitnehmer. Damit sind sie der drittwichtigste ausländische Arbeitgeber in den USA (nach dem Vereinigten Königreich und Japan);
  • Die EU und die USA erwirtschafteten 2015 gemeinsam 46 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes und standen für 61,2 Prozent der weltweiten ausländischen Direktinvestitionsbestände (outward stock; UNCTAD).

Die starken wirtschaftlichen Beziehungen nützen beiden Seiten: Auch US-Unternehmen sind auf dem deutschen Markt sehr präsent: Deutschland war 2016 im Warenhandel der sechstgrößte Absatzmarkt für die USA. Innovative US-amerikanische Produkte sind bei deutschen Verbrauchern beliebt. Zudem schaffen und sichern die Investitionen von US-Unternehmen wie Ford, General Electric, McDonald’s oder auch Hewlett Packard Arbeitsplätze in Deutschland.

Der BDI begleitet die Entwicklungen in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen intensiv. Unser Verbindungsbüro in Washington, der Representative of German Industry and Trade (RGIT), unterstützt unsere Arbeit vor Ort.

Zweimal im Jahr veröffentlichen wir den "Länderbericht USA" (ehemals "Quartalsbericht USA") mit Kerndaten und -fakten zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation in den USA. Alle Ausgaben finden Sie unten als Download.