Nach dem Referendum: Hängepartie vermeiden

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union birgt viele Gefahren für die Wirtschaft. Sowohl die EU-Kommission als auch der Internationale Währungsfonds haben ihre Wachstumserwartungen für die britische Volkswirtschaft bereits deutlich abgeschwächt. Längerfristig sind negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft nicht auszuschließen.

Themen

Meinung

Stillstand ist keine Option

BDI-Präsident Ulrich Grillo

BDI-Präsident Ulrich Grillo kritisierte Mitte Juli in einem Gastbeitrag in der Zeitung „Die Welt“ die Arbeit der Großen Koalition und forderte notwendige Investitionen für den Industriestandort Deutschland. Darin thematisierte Grillo die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das Erbschaftsteuerrecht und aktuelle geopolitische Krisen. weiter

Präferenzielle Handelsabkommen

Gemischt oder nicht – CETA schnell umsetzen!

Europa muss seine Handlungsfähigkeit beweisen und CETA schnell umsetzen. Das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada wurde dem Europäischen Rat Anfang Juli übermittelt – nach heftigem Streit über Zuständigkeiten und Verfahren zwischen der EU-Kommission einerseits und einzelnen Mitgliedstaaten andererseits. Bevor die wesentlichen Teile der Übereinkunft vorläufig angewendet werden können, bedarf es auf europäischer Seite eines Ratsbeschlusses, der Unterzeichnung und der Zustimmung des EU-Parlaments. weiter

Auf den Punkt

Stephane Dion, kanadischer Außenminister, zu Ceta:

„Ich möchte besonders betonen, dass das Abkommen die staatliche Souveränität stark verteidigt und die Möglichkeiten der nationalen Regierungen und Parlamente bewahrt, ihre demokratischen Befugnisse auszuüben.“

Woche der Industrie

Grillo appelliert zum Mitmachen

BDI-Präsident Ulrich Grillo ruft Verbände und Unternehmen auf, sich an der Aktion „Woche der Industrie“, die bundesweit vom 17. bis 25. September stattfindet, zu beteiligen. Die Teilnehmer sollen auf jeweils passende Weise für die Zukunft der Industrie in Deutschland werben: mit Veranstaltungen für Schüler, etwa Entdecker-Touren oder Labor-Tagen, Elternabenden zur Ausbildung in der Industrie, Tagen der offenen Tür, Nachbarschaftsfesten, Podiumsdiskussionen, Presseveranstaltungen und vielem mehr. weiter

Große Familienunternehmen

Innovationsmotor Familienunternehmen

Mehr als jedes vierte große deutsche Familienunternehmen hat in den vergangenen drei Jahren ein völlig neuartiges Produkt auf den Markt gebracht. Das ergibt die Befragung „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“, die BDI und Deutsche Bank gemeinsam mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) jährlich veröffentlichen. weiter

Deutschland und Österreich

Grillo trifft Außenminister Kurz in Wien

Der österreichische Bundesminister Sebastian Kurz, IV-Vizepräsident Wolfgang Hesoun und BDI-Präsident Ulrich Grillo

Auf einem Besuch in Österreich traf BDI-Präsident Ulrich Grillo Außenminister Sebastian Kurz. Beide gaben der in Wien erscheinenden Zeitung Kurier ein Interview zur deutschen und österreichischen Wirtschaft – und wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert. weiter

Digitaler Binnenmarkt

Treiber für zukunftsfähige EU

Der BDI fordert nach dem Brexit-Referendum der Briten einen entschlossenen Einsatz der europäischen Politik für den digitalen Binnenmarkt. „Der digitale Binnenmarkt muss zügig zum Treiber einer zukunftsfähigen EU werden“, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo auf der Konferenz „Digitaler Binnenmarkt – Starke Industrie“ von BDI und Europäischer Kommission Mitte Juli in Berlin. weiter

Entwicklungszusammenarbeit

BDI goes East Africa

„Entwicklungspolitik 4.0 – ein Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Staat“: Mit diesem Grundsatzpapier hat sich der BDI erstmals konstruktiv und umfassend in die entwicklungspolitische Debatte eingebracht. Nun sollen konkrete Projekte folgen. Deutsche Unternehmen investieren langfristig und nachhaltig. Sie kommen, um zu bleiben. Wie lassen sich nun Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit besser verzahnen? Hierzu fand im Sommer eine Fact-Finding-Mission nach Uganda, Kenia und Tansania statt. weiter

Rohstoffsicherung 4.0

Digitalisierung erhöht Handlungsbedarf bei der Rohstoffsicherung

Ohne eine sichere Rohstoffversorgung keine Zukunftstechnologien „Made in Germany“ – so lautete die zentrale Erkenntnis des fünften BDI-Rohstoffkongresses. Digitalisierung und Energiewende werde die Nachfrage nach Rohstoffen wie etwa seltenen Erden oder Lithium deutlich verstärken. weiter

Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Brüssel nach dem Brexit

BDI-Ökonom Wolfgang Eichert vor dem Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission

Der Ausgang des Brexit-Referendums war für die meisten Akteure in der EU-Metropole eine große Überraschung. Viele Entscheidungsträger hatten sehr stark mit einem „Bremain“ gerechnet. Das unerwartete Ergebnis führte damit zu neuen Weichenstellungen in der täglichen Arbeit – auch für den BDI und Wolfgang Eichert, Referent für Europäische Makroökonomik. weiter

Auf den Punkt

BDI-Präsident Ulrich Grillo zur Türkei:

„Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bleiben Voraussetzung für eine Partnerschaft. Ohne Partner wird die weitere wirtschaftliche Modernisierung des Landes nicht gelingen.“

Asien-Pazifik-Region

Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft 2016 rückt näher

Vom 3. bis 5. November findet in Hongkong die diesjährige Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK) statt. Auch 2016 wird die Flaggschiffveranstaltung der deutschen Asienwirtschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dem APA-Vorsitzenden Hubert Lienhard gemeinsam geleitet. Sie bringt Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft aus Asien-Pazifik und Deutschland zusammen, um über globale Trends in Wirtschaft und Politik zu diskutieren. weiter

60 Sekunden Zuversicht

Realität statt Romantik

Es war ein ziemlich ernst blickender Günther Oettinger, der von einem konzentrierten TV-Interview im BDI-Foyer zum vollbesetzten Digitalisierungskongress eilte. Was der Gast aus Brüssel beim Berlin-Besuch am liebsten zu tun scheint, tat er auch dort – mit zunehmend sichtbarer Freude: Klartext reden. Er beklagte, der Abstieg Europas werde sich fortsetzen, „wenn einem die Auswahl des Oktoberfest-Dirndls wichtiger ist, als über Zukunftssicherung nachzudenken“. Die Deutschen lebten mittlerweile „in einem Romantik-Tal“. Ihm seien Schlaglöcher allemal lieber als Funklöcher. Die Positionierung als Freund deutlicher Worte gefällt dem 62-Jährigen offenbar. Erstmal in Schwung, bekamen auch die Unternehmer im Publikum ihr Fett weg. Haben die etwa Angst vor Übernahmen aus Übersee? Oettinger, inzwischen fast amüsiert, drehte den Spieß um: „Wenn Google bei Ihrem Unternehmen bislang noch nicht angeklopft hat“, klartextete der EU-Kommissar, „müssen Sie erkennen, dass Sie ein stinklangweiliges Unternehmen führen.“ Das war jetzt nicht unbedingt als Lob für jeden Anwesenden zu verstehen. Aber auch ein rechtzeitiger Weckruf mag Grund für Zuversicht sein. Realität statt Romantik.

Zahl des Tages

25. Juli 2016

9 Mrd. €

9 Milliarden Euro beträgt die Summe der Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei. (Quelle: BDI)

Meldungen aus den Mitgliedsverbänden

VDMA

Abschluss von TTIP nach Brexit-Votum wichtiger denn je

Nach der Entscheidung Großbritanniens für einen EU-Austritt ist das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP wichtiger denn je für die europäische Industrie. Zum Ende der jüngsten Verhandlungsrunde mahnt der deutsche Maschinenbau, dass ein zeitnaher Abschluss von TTIP ein wichtiges Signal wäre für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa. weiter

BBS

Dominik von Achten ist neuer bbs-Präsident

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden (bbs) hat Dominik von Achten, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der HeidelbergCement AG, im Juni zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt damit auf Andreas Kern, der nach sechs Jahren nicht erneut angetreten war. weiter

VFA

Pilotprojekt zur digitalen Gebrauchsinformation für Patienten startet

Im Juli startet ein Pilotprojekt zur digitalen Gebrauchsinformation für Patienten. Ziel ist es, den Beipackzettel aus Papier zu einer digitalen Information weiterzuentwickeln. An dem Pilotprojekt sind die Rote Liste Service GmbH, mehr als ein Dutzend pharmazeutische Firmen, Patienten, Apotheker, Behörden sowie der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und der Verband Forschender Pharma-Unternehmen beteiligt. weiter

VDA

Pkw-Märkte in Westeuropa, USA und China im ersten Halbjahr im Plus

Die drei großen Automobilmärkte haben die internationale Automobilkonjunktur im ersten Halbjahr getragen: Westeuropa verbuchte einen deutlichen Zuwachs von neun Prozent, die USA stiegen um mehr als ein ein Prozent, China erreichte ein Wachstum von zwölf Prozent. Sorgenkinder blieben unverändert Russland (minus 14 Prozent) und Brasilien (minus 25 Prozent). weiter

ZVEI

Deutsche und französische Elektroindustrie stellen gemeinsame digitale Agenda vor

„Europa steht an einem Scheidepunkt: Die Herausforderungen der digitalen Transformation können nur von einem geeinten Europa gestemmt werden”, sagte Michael Ziesemer, Präsident des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, auf der ersten gemeinsamen Industriekonferenz mit dem französischen Partnerverband FIEEC in Paris. weiter

VCI

CETA zügig verabschieden

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt die Vorlage des europäisch-kanadischen Handelsabkommens CETA durch die Europäische Kommission. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Das Europäische Parlament und der Rat der EU sollten CETA jetzt zügig verabschieden. Damit kann die EU der Welt gerade in der derzeitigen Situation nach dem Brexit-Votum zeigen, dass sie ein verlässlicher und handlungsfähiger Handelspartner ist.“ weiter

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