Industriepolitik Dossier

Industriebericht

Knapp zwei Drittel der weltweiten Industrieproduktion konzentrieren sich auf insgesamt neun Länder. Neben den Vereinigten Staaten mit einem Anteil von etwa einem Sechstel findet etwas mehr als ein Drittel der weltweiten Industrieproduktion in den drei größten Industrieländern Asiens, China, Japan und Südkorea, statt. Weitere 15 Prozent der weltweiten industriellen Wertschöpfung entstehen in den vier größten Mitgliedsländern des Euroraumes sowie in Großbritannien.

Der Globalisierungstrend der letzten zwei Dekaden hat zu einer deutlichen Ausweitung der Industrieproduktion in den Schwellenländern geführt, die sich bis zuletzt sehr dynamisch entwickelte. Zudem zeigte sich in den Schwellenländern ein sehr robuster Produktionsverlauf, auch über die Krise von 2008/09 hinaus.

Unter den größeren Industrieländern ist es bisher nur in den USA gelungen, wieder das Niveau der Industrieproduktion vom Jahresende 2007 zuerreichen.

Trotz Wachstumsschwäche zur Jahresmitte dürfte die Industrieproduktion in Deutschland in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr leicht zulegen. Hierfür sprechen der in der ersten Jahreshälfte günstige Verlauf der Industrieproduktion sowie die zum Jahresende wieder deutlich verbesserten Stimmungsindikatoren. Sowohl das ifo-Geschäftsklima als auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie deuten auf eine leichte Expansion zum Jahresende hin. Mit einem Produktionsplus von knapp einem Prozent wird die Industrieaber 2015 nicht so stark expandieren wie die Gesamtwirtschaft.

Ansprechpartner

Thomas Hüne
Referent
Research, Industrie- und Wirtschaftspolitik
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