An der Fakultät für Design an der HAWK Hildesheim: Es gibt keine Moderne ohne Tradition, nichts Neues ohne Althergebrachtes.

Wie kommt das Neue in die Welt?

Innovation ist nichts Abstraktes, Innovation ist das greifbare Ergebnis aus Fortschrittserkenntnis und Verbesserungspraxis. Und vor allem: Innovation ist von Menschenhand geschaffen.

 

Innovation bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie „Erneuerung“. Warum aber wollen wir und wie gelingt uns diese Erneuerung? Vielleicht weil wir danach streben, die Welt um uns herum zu optimieren. Vielleicht aber auch, weil wir sie komfortabler gestalten wollen und damit unserer evolutionär verankerten Bequemlichkeit entgegenkommen möchten. Unsere Welt, oder präziser unser Land, befasst sich dazu mit ganz praktischen Fragestellungen und Notwendigkeiten. Denn: Wir wollen Innovation, um unseren Wohlstand zu steigern. Für diese Innovation und nicht zuletzt für die Bindung der kreativen Köpfe hinter genau dieser Innovationskraft an unser Land bedarf es eines gesellschafts- und vor allem wirtschaftspolitischen Rahmens. Er schafft Anreize, die gewollte und erforderliche Erneuerung an genau diesem Standort erbringen zu wollen. In anderen Worten: Innovation in Deutschland muss sich lohnen.

Den Rahmen dafür gestaltet der BDI seit nunmehr sechs Jahrzehnten voller Engagement und Weitblick mit; er ist ein unverzichtbar wichtiger Impulsgeber für den Werterhalt des Innovationsstandorts Deutschland.

Die Voraussetzungen für dessen Gesundheit und Prosperität beginnen bei der Frage nach dem richtigen Bildungssystem, einem Thema mit hoher Lebens- und Praxisnähe. „Non scholae, sed vitae discimus“ – die Umkehrung der historischen Schulkritik des Philosophen Seneca ist ein Leitsatz, der seine Gültigkeit nie verloren hat. Zweifellos schließt sich daran eine staatlich finanzierte Grundlagenforschung an, ebenso die Verzahnung von öffentlicher und privater Forschung. Und nicht zuletzt müssen für die Umsetzung all dieser Projekte, Konzepte und Ideen reale Investitionsanreize geschaffen werden.

Können aber nur „die Jungen“ Innovation erschaffen? Keineswegs, Teamwork und Tandemlösungen sind stärker gefragt denn je. Erfahrene Mitarbeiter gehören eben nicht zum „alten Eisen“. Ihr Wissen, ihre Ideen, ihr praktisches und ideelles Know-how bringen der Wirtschaft einen enormen Erfahrungsschatz. Im Team mit der Nachwuchsgeneration ergibt sich ein maximales Innovationspotenzial.

Richtig ist auch: Es gibt keine Moderne ohne Tradition, nichts Neues ohne Althergebrachtes. Unser Motor für eine prosperierende Industrie und Gesellschaft sind vielmehr die Lehren und Erfahrungen, die gelösten und ungelösten Probleme, beantwortete und noch offene Fragen, Wünsche und Ziele, die auf Vergangenheit und Gegenwart gründen. Denn: Wirtschaft und Wissenschaft verändern sich ständig. Dies gilt nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für ganze Branchen, Technologien oder Wissenschaftsgebiete. Neue Bereiche entstehen, zuvor erfolgreiche verschwinden. Wer in diesem permanenten Strukturwandel langfristig erfolgreich sein will, muss sich anpassen. Das ist in erster Linie eine Herausforderung für die Wirtschaft. Dieser Wandel trifft aber auch die Politik, die die Rahmenbedingungen für Innovationen schafft. 

Hier gilt: Deutschland ist im internationalen Vergleich nicht schlecht aufgestellt. Wirtschaft und Politik müssen aber noch einiges tun, um wirklich an die Spitze zu gelangen. Deutschland braucht eine gute Innovationspolitik, damit Wissenschaft und Industrie frei kooperieren können. Auch eine steuerliche Forschungsförderung gehört dazu. Nur so können Antworten für die sich wandelnden globalen Herausforderungen gefunden werden. 

Mit dem Status quo darf man sich nicht zufriedengeben, Deutschland braucht auch in Zukunft die Energie frischer Impulse. Der BDI bleibt als gestaltende Kraft in der Diskussion um einen progressiven wirtschaftspolitischen Rahmen mit am Ball. Denn: Innovation muss sich lohnen.

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  •  Iris  Plöger

    Iris Plöger

    Mitglied der Hauptgeschäftsführung Hauptgeschäftsführung
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