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BDI-Initiative Gesundheit digital: Gesundheitssystem 2.0

Digitale Denkansätze revolutionieren den Gesundheitsbereich. Denn neue Technologien im Gesundheitssystem ermöglichen eine bessere und effizientere medizinische Versorgung. Mit Hilfe von branchenübergreifender Expertise der deutschen industriellen Gesundheitswirtschaft arbeitet die BDI-Initiative Gesundheit digital gebündelt an innovativen Lösungen.

Die BDI-Initiative Gesundheit digital ist im Januar 2018 durch den BDI und die im BDI-Ausschuss für industrielle Gesundheitswirtschaft engagierten Unternehmen und Mitgliedsverbände gegründet worden. Die Vertreter aus verschiedenen Branchen – von der Medizintechnik und IT über Pharma und Biotechnologie bis zu industrienahen Dienstleistern – sind sich einig, dass die Digitalisierung der Gesundheitssysteme „Made in Germany“ politisch zu stärken ist.

Gemeinsame Ziele

Die BDI-Initiative Gesundheit digital verfolgt gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Partnern folgende Ziele:

  • Sie erarbeitet ganzheitliche Lösungsvorschläge im Bereich Digitalisierung des Gesundheitssystems aus Sicht der industriellen Gesundheitswirtschaft.
  • Sie dient als branchenübergreifende Anlaufstelle, Informations- und Abstimmungsplattform der deutschen industriellen Gesundheitswirtschaft für alle Fragen der Digitalisierung.

Themen der Initiative

Die BDI-Initiative Gesundheit digital beschäftigt sich in drei Experten-Think Tanks mit den wichtigsten Schwerpunktthemen der Digitalisierung des Gesundheitssystems in Deutschland und Europa. Die Think Tanks befinden sich in einem vorwettbewerblichen Raum.

  • Der Think Tank „Datenverfügbarkeit und –nutzung“ konzentriert sich auf wesentliche Themenschwerpunkte im Bereich der Datenverfügbarkeit und –nutzung im Gesundheitssystem. Experten aus unterschiedlichen Branchen werden sich unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
    • Ort der Datenspeicherung: Wo sollen zukünftige Daten gespeichert werden? Wer soll diese Daten verwalten?
    • Art der Datenspeicherung: Welche Daten sollen gespeichert werden? In welchen Formaten sollen Gesundheitsdaten gespeichert werden? Wie sollen Gesundheitsdaten anonymisiert werden?
    • Dateneigentum: Wem gehören die Daten? Wann darf wer darauf zugreifen? Welche Daten dürfen wem und wie lange angezeigt werden?
    • Verknüpfung von Daten: Wie können Daten bundesweit verknüpft werden?
  • Der Think Tank „Digitale Technologien und Prozesse“ konzentriert sich auf wesentliche Themenschwerpunkte im Bereich der Technologien und Prozesse im Gesundheitssystem. Experten aus unterschiedlichen Branchen werden sich unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
    • Datenwissenschaft und Dateninfrastruktur: Wie können Daten heutzutage ausgewertet werden? Welche Daten werden für Technologien und Prozesse benötigt?
    • Erstattung: Wie sollen neue Technologien und Prozesse, die auf neuen Datenanalyseprozessen basieren, vergütet werden (z. B. 3D- & 4D-Druck, Biodrucker etc.)?
    • Datenanalysetechnologien: Welche Arten der Analyse von medizinischen Rohdaten gibt es? Welche sind in ihrer Entwicklung vielversprechend? Welche sollten im Gesundheitssystem verankert werden?
  • Der Think Tank „Digitale Gesundheitsakte“ konzentriert sich auf wesentliche Themenschwerpunkte im Bereich der Gesundheitsakte. Experten aus unterschiedlichen Branchen werden sich unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
    • Grundlagen: Welche rechtlichen, technologischen, praktischen und ethischen Voraussetzungen muss die digitale Gesundheitsakte aus Sicht der iGW erfüllen?
    • Datenzugriff: Wer soll wann und wie lange Zugriff auf die medizinischen Daten in der Gesundheitsakte haben (z. B. Medikationsplan)?
    • Interoperabilität: Wie ist die Interoperabilität der Gesundheitsakte mit anderen Produkten und Systemen zu handhaben?
    • Standards: Welche Standards sind für die Gesundheitsakte elementar und wie sollen diese Standards aussehen?