Country-by-Country Reporting: Bundesregierung darf nicht weiter zögern, Vorhaben entschieden abzulehnen

Joachim Lang, BDI-Hauptgeschäftsführer, äußert sich anlässlich der im Rat für Wettbewerbsfähigkeit angesetzten Abstimmung über die Einführung eines sogenannten öffentlichen Country-by-Country Reporting (CbCR): „Die Bundesregierung darf nicht weiter zögern, dieses Vorhaben entschieden abzulehnen.“

„Die Bundesregierung darf nicht weiter zögern, ein öffentliches Country-by-Country Reporting (CbCR) entschieden abzulehnen. Wenn es im Rahmen des Wettbewerbsfähigkeitsrates zu einer Einigung über die Einführung eines CbCR kommt, würden sich europäische Unternehmen bald mit erheblichen Wettbewerbsnachteilen gegenüber Wettbewerbern aus Drittstaaten konfrontiert sehen. Die anschließenden Trilogverhandlungen zwischen Rat, Europäischem Parlament und EU-Kommission bergen überdies die Gefahr, dass es zu einer weiteren Verschärfung der Richtlinie kommt.

Die Bundesregierung sollte sich daher auf europäischer Ebene für eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen einsetzen. Die länderspezifische Offenlegung von betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Daten würde dem zuwiderlaufen, da sie Rückschlüsse auf Kostenstrukturen, Preispolitik und Gewinnmargen erlaubt. Konkurrenten, die nicht von den Anforderungen eines öffentlichen Country-by-Country Reportings betroffen wären, könnten diese Informationen zu ihrem eigenen Vorteil nutzen, ohne selbst zur Veröffentlichung vergleichbarer Daten verpflichtet zu sein.“