Der Diesel als Wirtschaftsmotor

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Alleine im Jahr 2016 wurden in Deutschland 5,7 Millionen Pkw produziert – 47 Prozent davon wurden mit einem Dieselmotor ausgerüstet. Drei Viertel der insgesamt 2,7 Millionen Dieselfahrzeuge ging wiederum in den Export. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig der Dieselmotor mit all seinen technischen Vorteilen auch für die deutsche Wirtschaft ist.

Aufgrund der führenden Position, die die deutsche Automobilindustrie bei der Dieseltechnik weltweit hat, hängt ein maßgeblicher Anteil der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie in Deutschland direkt und indirekt am Dieselantrieb. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) ergab, dass deutschlandweit mehr als 600.000 Arbeitsplätze mit dem Verbrennungsmotor verbunden sind. Dabei verteilen sich diese Jobs nicht alleine auf die Hersteller, sondern auch zu rund einem Drittel auf die Zulieferer.

Europa fährt mit deutschen Exporten

Die Fakten belegen: Europa setzt auf deutsche Dieselmotoren. Rund die Hälfte der europaweit neu zugelassenen und mit Dieselantrieb ausgestatteten Pkw stammt aus den Werken eines deutschen Automobilunternehmens. Bei mittleren und schweren Nutzfahrzeugen hat der Dieselantrieb aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit traditionell eine dominante Position: Sowohl bei der Produktion als auch beim Export liegt nahezu bei 100 Prozent.

Die momentane Bedeutung des Diesels ändert jedoch nichts daran, dass die die deutsche Automobilindustrie bei der weiteren Emissionsreduzierung eine Fächerstrategie verfolgt. Und bei der sollen die unterschiedlichen Antriebskonzepte parallel weiterentwickelt werden. Das langfristige Ziel lautet: Weg von fossilen Kraftstoffen.

Klare Zukunftspläne

Dazu optimiert sie die Benzin- und Dieselmotoren und treibt die Elektrifizierung voran. Bis zum Jahr 2020 wird die Industrie rund 40 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert haben. Und der Kurs ist erfolgreich: Bereits heute haben deutsche Hersteller auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet europaweit einen Marktanteil von rund 52 Prozent.

Zudem forschen die Hersteller weiter an der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sowie an der Herstellung flüssiger und gasförmiger Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien. Das Ziel ist, den Marktanteil von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb/Kraftstoff weiter zu erhöhen. Staatlich subventionierte Kaufanreiz-Programme sollen diesen Prozess noch beschleunigen.

Diesel sichert Klimaziele

Eine langfristige Aufgabe aller Stakeholder ist es, durch rein elektrisch angetriebene Autos, die lokal keinerlei Emission verursachen, das Ziel „Zero Emission“ zu erreichen. Dazu gehört auch, dass der Strom für die Fahrzeuge zusätzlich zum anderweitigen Bedarf aus regenerativen Energien erzeugt wurde.

Und dennoch: Kurzfristig sind die gewünschten Klimaziele nicht ohne den Dieselmotor zu erreichen. Nur rund ein Prozent der weltweit neu zugelassenen Fahrzeuge verfügt über einen Elektromotor. Der Anteil der Elektrofahrzeuge ist also noch viel zu gering, um an die Stelle des Diesels zu treten.

Aktuelles Angebot deutscher Elektrofahrzeuge auf dem deutschen Markt