Deutschlandjahr in Mexiko unter gutem Stern

Das Deutschlandjahr in Mexiko lenkt die Aufmerksamkeit auf die guten deutsch-mexikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Der Zeitpunkt für die Durchführung ist günstig.

BDI-Präsident Ulrich Grillo fällt es leicht, die Chancen in den wirtschaftlichen Beziehungen zu Beginn des Deutschlandjahres in Mexiko positiv zu bewerten:

 „Mexiko besitzt ein großes wirtschaftliches Potential, steht aber auch vor vielen Herausforderungen. Hierzu gehören zum Beispiel Fragen der Urbanisierung, der Mobilität und einer weiteren Entwicklung der eigenen Industrie aber auch die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Transparenz. Mit dem Deutschlandjahr bietet die deutsche Industrie ihre Partnerschaft an, gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für diese Herausforderungen zu arbeiten.“

Dass die deutsche Wirtschaft so positiv in die Zukunft blickt, liegt auch daran, dass Mexiko zurzeit gut dasteht. Mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 2,8 Prozent im laufenden Jahr gehört das Land gegenwärtig zu den Spitzenreitern in der Region. Im vergangenen Jahr ist der bilaterale Handel um rund 20 Prozent gewachsen und Mexiko ist zum größten Exportmarkt der deutschen Industrie in der Region geworden. Über 1.700 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in Mexiko tätig. Ihre Investitionen betragen rund 30 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist Mexikos wichtigster Handelspartner in der EU.

Wichtige wirtschaftspolitische Reformen wurden beispielsweise im Energie- und Telekommunikationsbereich durchgeführt, die neue Sektoren geöffnet haben. Mexiko ist daran interessiert, seinen Industriesektor weiter auszubauen, in erneuerbare Energien zu investieren und sich noch stärker in internationale Wertschöpfungsketten zu integrieren. Gegenwärtig gehen noch immer 80 Prozent aller mexikanischen Ex-porte in die USA.

Im Rahmen des Deutschlandjahres präsentieren sich deutsche Unternehmen mit innovativen Technologien und nachhaltigen Konzepten als Partner Mexikos für den Ausbau der Industrie und die Lösungen von Herausforderungen.

So zeigten im Juni diesen Jahres deutsche Wirtschaft und Wissenschaft ihre Innovationen auf der Leistungsshow der Außenhandelskammer „Hecho en Alemania“ und im Science Tunnel der Max Planck Gesellschaft in Mexiko Stadt. Zentrales Thema ist die Rolle der Digitalisierung für die Zukunft von Industrie und Gesellschaft. Weitere Themen der zahlreichen Einzelveranstaltungen im gesamten Land sind Mobilität, Urbanisierung, erneuerbare Energien sowie Abfall-, Recycling- und Wasserwirtschaft.

Die deutsche Industrie nutzt das Deutschlandjahr auch, um auf die Bedeutung einer umfassenden Fachkräfteausbildung für den Fortschritt des Landes hinzuweisen und um für das duale System zu werben.

Im Rahmen des Deutschlandjahres hat der BDI gemeinsam mit dem mexikanischen Wirtschaftsverband COPARMEX in einer Konferenz am 8. und 9. Juni 2016 in Guanajuato die Bedeutung von nachhaltigem Unternehmertum und CSR für die Gesellschaft diskutiert und den Stellenwert der sozialen Marktwirtschaft hervorgehoben.

Das Deutschlandjahr in Mexiko wird von der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Unter Leitung des Auswärtigen Amts wirken im Lenkungsausschuss das Goethe-Institut und der BDI partnerschaftlich zusammen.

Deutschlandjahre richten sich an Multiplikatoren, Entscheidungsträger und die junge, gut ausgebildete urbane Mittelschicht. Ziel ist es, durch eine Vielzahl von Projekten eine Plattform für Dialog, Austausch und neue Perspektiven zu schaffen und ein aktuelles Deutschlandbild mit den Elementen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Politik zu präsentieren.