Die Bekämpfung von Korruption erfordert weltweit einheitliche Regeln

Deutsche Unternehmen haben ein hohes Interesse an fairen internationalen Wirtschaftsbeziehungen und daran, dass weltweit vergleichbare Regeln gelten. Denn Korruption hat nicht nur unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen, sondern schädigt auch den Ruf des Unternehmens und der deutschen Wirtschaft insgesamt.

Internationale Dimension spielt eine entscheidende Rolle

Deutsche Unternehmen sind weltweit aktiv. Auf den Auslandsmärkten müssen sie sich zunehmend mit konkurrierenden Unternehmen aus Schwellenländern messen, die laut Transparency International wesentlich mehr mit Korruption zu kämpfen haben als die westlichen Industriestaaten. Bewerben sich deutsche Unternehmen um einen international ausgeschriebenen Auftrag – unter Umständen in direkter Konkurrenz mit einem Unternehmen aus einem solchen Land oder in einem solchen Land – können sie mit korruptem Verhalten konfrontiert werden. Dadurch kann das Erschließen von neuen Absatzmärkten verhindert und die Zusammenarbeit mit neuen Geschäftspartnern erschwert werden. Das schadet nicht nur den beteiligten Unternehmen, sondern den Volkswirtschaften insgesamt.

Nationale Alleingänge vermeiden

Deshalb hat die deutsche Wirtschaft ein starkes Interesse daran, dass weltweit gleiche Regeln gelten, wenn es um die Bekämpfung von Korruption geht: In allen Zielländern und für alle Wettbewerber. Denn effektive Korruptionsbekämpfung ist nur durch ein international abgestimmtes Vorgehen möglich. So wird ein weltweit einheitliches Schutzniveau geschaffen. Das trägt zu gleichen Wettbewerbsbedingungen für die betroffenen Unternehmen aus verschiedenen Ländern bei und schafft so Chancen für Wachstum.