Die Digitalisierung der Wirtschaft ist eine Chance für die deutsche Industrie

Digitalisierung der Wirtschaft als Chance für die Industrie

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Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet weltweit in großen Schritten voran. Welche Auswirkungen hat die zunehmende Vernetzung auf die Arbeitswelt, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten? Wie kann insbesondere das Industrieland Deutschland die Wachstumspotenziale der Digitalisierung nutzen? Dies sind zentrale Fragen – auch für den Erhalt des Industriestandortes Deutschland. Mit Themen der Digitalisierung beschäftigt sich auch der BDI-Arbeitskreis „Internet der Energie“.

Der BDI Arbeitskreis „Internet der Energie“ ist ein Expertengremium aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft und der Wissenschaft. Er hat sich im Januar 2007 unter dem Namen „IKT für die Energiemärkte der Zukunft“ gegründet. 2009 wurde er in „BDI initiativ Internet der Energie“ umbenannt und ist seit 2013 ein regulärer BDI-Arbeitskreis. Das vorwettbewerblich orientierte, spartenübergreifende und interdisziplinär geprägte Gremium ist dauerhaft mit ständigen Mitgliedern besetzt und zieht punktuell externe Kapazitäten hinzu.

Im Fokus der Arbeit stehen die Konsequenzen, die sich aus der Energiewende ergeben. Ausgangspunkt ist dabei die Erkenntnis, dass die mit der Energiewende verbundenen Probleme nur durch einen verstärkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zu lösen sind, dem „Internet der Energie“. Einzelthemen einer solchen smarten Energiewende sind unterschiedliche Erzeugungsanlagen, Übertragungs- und Verteilernetze, Speicher sowie Überlegungen zum künftigen Strommarktdesign, aber auch der Frage des rechtlichen Rahmens einschließlich der Datenschutzthematik. Ziel des Arbeitskreises ist es, eine schnelle und sichere Kommunikation zwischen allen Marktteilnehmern sicherzustellen, Prozesse zu automatisieren und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Ergebnisse aller dieser Überlegungen sind Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft.

Aktueller Schwerpunkt der Diskussionen ist die angemessene informationstechnische Infrastruktur eines zukunftsfähigen Marktdesigns: Die Dezentralisierung der Energieerzeugung und Energieversorgung insbesondere durch Erneuerbare Energien und Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung führen zu steigender Volatilität des Angebots und damit zunehmenden Engpässen in den regionalen Netzen. Flexibilität in Erzeugung, Speicherung und Verbrauch wird kennzeichnend im neuen Energiesystem sein. Aktuelle, präzise Daten sind die Voraussetzung um das Potenzial solcher Flexibilität auf der Netz- und Marktebene erschließen zu können, die System- und Netzstabilität zu erhalten und einen effizienten Markt zu ermöglichen.

Bisher sind drei wegweisende Publikationen erschienen. Weitere Informationen zum BDI-Arbeitskreis „Internet der Energie“ erhalten sie hier: http://bdi-ide.de/.