Die transatlantische Freundschaft ist ein Erfolgsprojekt

Johannes Ebert © Loredana LaRocca

Das Deutschlandjahr „Wunderbar together“ soll der deutsch-amerikanischen Freundschaft neue Impulse geben, so Johannes Ebert, Generalsekretär, Goethe-Institut e.V. Vor allem junge Menschen und Menschen abseits der Küstenmetropolen will die Initiative erreichen.

Welche Gruppen sollte das Deutschlandjahr in den USA unter dem Motto „Wunderbar together“ erreichen und was ist das kommunikative Ziel?

Das deutsch-amerikanische Verhältnis durchläuft derzeit eine Phase der Neuorientierung. Wir wollen deshalb Gemeinsamkeiten hervorheben und deutlich machen: Die transatlantische Freundschaft ist ein Erfolgsprojekt! Dabei werden wir bestehende Partnerschaften vertiefen. Das Deutschlandjahr soll aber auch Menschen ansprechen und neugierig machen, die bislang wenig über Deutschland wissen. Dazu zählen viele junge Menschen und Menschen abseits der großen Küstenmetropolen. Das Deutschlandjahr soll klar machen: Deutschland und die USA sind starke Partner, die Herausforderungen gemeinsam angehen und partnerschaftliche Lösungen suchen.

Was sind gemeinsame Themen Deutschlands und der Vereinigten Staaten, die für die transatlantischen Beziehungen wichtig sind und die das Deutschlandjahr fördern will?

Freiheit ist das verbindende Thema der transatlantischen Beziehungen. Wir wollen mit dem Programm, das deutsche und amerikanische Partner gemeinsam gestalten, zeigen, dass uns eine freie und offene Gesellschaft wichtig ist. In politisch unruhigen Zeiten ist das von besonderer Bedeutung. Ziel ist es, ein facettenreiches Bild Deutschlands zu vermitteln, das Kopf und Herz anspricht. Deutsche Kultur und Lebensweise sollen emotional erlebbar werden. Mit künstlerischen Formaten wollen wir zur Teilhabe einladen und in den öffentlichen Raum ausstrahlen. Wichtig ist, dass sie als Chance zur Zusammenarbeit gesehen werden. Drängende Herausforderungen gibt es ja genug: Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Flüchtlingsströme, Ressourcenknappheit und Klimawandel verlangen gemeinsame Antworten. Hierzu wollen wir in Austausch kommen.

Wie wird das Deutschlandjahr USA umgesetzt?

Das Goethe-Institut hat im Deutschlandjahr die Rolle des Projektleiters und koordiniert dieses in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt. Die sechs Goethe-Institute in Boston, Chicago, Los Angeles, New York, San Francisco und Washington arbeiten hier zu, gestalten aber auch eigene Projekte im Bereich Kultur, Deutsche Sprache und Gesellschaft. Die Programme werden in Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern vor Ort entwickelt. Digitale Formate werden dabei ein besonderer Schwerpunkt sein. So sehen wir etwa ein geplantes Video-on-Demand-Festival oder Formate in sozialen Medien als gleichwertig zu anderen Programmen an, die vor Ort umgesetzt werden. Es wird auch verschiedene mobile Elemente geben. Etwa Busse, die ins „Heartland“ der USA fahren und dort über Schulwettbewerbe oder Konzerte junge Menschen einladen, deutsche Kultur und Sprache kennenzulernen.