Förderprogramme für europäische Unternehmen in Entwicklungsländern

Geschäfte in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas locken mit hohen Renditen, fordern aber in der Regel ein höheres zeitliches und finanzielles Engagement von den Unternehmen. Kulturelle Besonderheiten spielen oft eine Rolle, daneben gilt es die Fragen nach den passenden Partnern und Mitarbeitern zu beantworten und die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Geschäft kennen zu lernen.

Förderprogramme für europäische Unternehmen

Der erste Schritt auf einen neuen Markt ist aufregend und manchmal risikoreich, insbesondere für kleinere oder mittlere Unternehmen. Gut, wenn man dann auf ein Netzwerk aus Partnern, anderen Unternehmen oder politischen Vertretungen zurückgreifen kann. Für Informationen, Hilfestellungen oder einfach zum Austausch. Neben den deutschen Botschaften, dem weltweiten Netzwerk an Auslandshandelskammern (AHK) und den Vertretungen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aber auch das Wirtschaftsministerium (BMWi) eine ganze Reihe von Förderinstrumenten für Unternehmen entwickelt, die sich auf neuen Märkten umschauen möchten, eine Geschäft aufbauen oder ausweiten wollen.

Markterschließung und Messen

Jährlich über 100 Messen weltweit werden mit einem Gemeinschaftsstand für deutsche Unternehmen vom Ministerium für Wirtschaft und Energie bespielt. Markterkundungsreisen, Einkäuferreisen und Informationsveranstaltungen runden das Angebot zur Markterschließung ab.

www.ixpos.de

develoPPP: Public Private Partnerships

Bei diesem Programm des BMZ handelt es sich um Kooperationen zwischen europäischer Privatwirtschaft und deutscher Öffentlicher Hand. Die Projekte verbinden betriebswirtschaftliche Ziele mit entwicklungspolitischen Effekten. Finanziert werden im Rahmen des PPP Maßnahmen im Bereich berufliche Aus- und Weiterbildung, Umweltaktivitäten oder die Einführung von Standards. Die Fördersumme beträgt im Höchstfall 200.000 Euro, 50 Prozent der Projektkosten sollte das Unternehmen mitbringen.

www.developpp.de

Machbarkeitsstudien

Es gibt Investitionsvorhaben, die auf Grund ihres innovativen Ansatzes oder ihres Volumens durch eine Machbarkeitsstudie vorbereitet werden sollten. Um die Risiken für ein späteres Projekt zu minimieren und diese Hürde zu nehmen, bietet die DEG für Unternehmen mit weniger als 500 Mio Umsatz geförderte Machbarkeitsstudien in Entwicklungs- und Schwellenländern an.

www.deginvest.de

Klimapartnerschaften

Die Klimapartnerschaften der DEG unterstützen Unternehmen darin, Geschäfte im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern aufzubauen. Bis zu 200.000 Euro gibt die DEG für entwicklungspolitisch sinnvolle Investitionen dazu.

www.deginvest.de

Investitionsbegleitung

Möchte ein Unternehmen entwicklungspolitisch sinnvolle Maßnahmen, beispielsweise Sozial- oder Umweltmanagements einführen, fördert die DEG dies über ihren Business Support Service.

www.deginvest.de

Fachkräftesicherung

Ob hochqualifizierter Führungsnachwuchs oder Fachkräfte: unterschiedliche Programme der Bundesregierung tragen der gestiegenen Nachfrage Rechnung. Mediziner, Informatiker und Naturwissenschaftler können über das MINT-Programm nach Deutschland kommen, über das Alumni Portal des DAAD oder CIM (Centrum für Internationale Migration) lassen sich in Deutschland qualifizierte Mitarbeiter für das Auslandsgeschäft finden und das Pflegekräfteprogramm bietet den Zugang zu qualifiziertem Personal aus Serbien oder den Philippinen. 

www.make-it-in-germany.com
www.cimonline.de
www.managerprogramm.de

Ausschreibungen und Länderinformationen

Welche Länder und Branchen haben Konjunktur? Das Außenwirtschaftsportal IXPOS und Germany Trade and Invest (GTAI) bieten Informationen zu Märkten und Branchen, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Internationale Ausschreibungen lassen sich über die GTAI finden.

www.ixpos.de
www.gtai.de