Handels- und Wettbewerbsverzerrungen schaden der Wirtschaft

Containerschiff © pixabay/ Julius Silver

Handels- und Wettbewerbsverzerrungen auf internationalen Rohstoffmärkten führen zu Verknappung und Verteuerung von Rohstoffen. Deutsche Unternehmen werden dadurch gegenüber Wettbewerbern aus rohstoffreichen Ländern benachteiligt. Die Politik muss sich für die Abschaffung protektionistischer Maßnahmen im Rohstoffbereich einsetzen. Ohne politische Flankierung droht der Standort Deutschland an Bedeutung zu verlieren.

Deutsche Unternehmen beziehen Rohstoffe aus aller Welt. Vor allem Industriemetalle für die Produktion von High-Tech-Produkten müssen importiert werden. So wird beispielsweise Lithium vor allem aus Chile bezogen. Seltene Erden kommen vor allem aus China und Kupfer aus Peru, Chile oder Brasilien. Deutschland ist demnach in höchstem Maße auf funktionierende internationale Rohstoffmärkte angewiesen.

Im Welthandel ist ein wachsender Protektionismus erkennbar, der vor allem im Rohstoffbereich deutlich erkennbar zu Tage tritt. Vor allem eine Vielzahl von Entwicklungs- und Schwellenländern betreiben seit Jahren eine gezielte Rohstoffsicherungspolitik. Mithilfe von tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen greifen sie in den Markt ein, um die verfügbaren Rohstoffe für die heimischen Unternehmen zu sichern.

Das BDI-Positionspapier „Handels- und Wettbewerbsverzerrungen bei Rohstoffen“ illustriert mit konkreten Beispielen die Entwicklungen und Herausforderungen im Handel mit Rohstoffen. Daraus abgeleitet werden klare Handlungsempfehlungen aufgestellt.

Gerade angesichts der aktuellen protektionistischen Tendenzen besteht Handlungsbedarf. Steigende Preise und zunehmender Protektionismus könnten zu strukturellen Herausforderungen und Risiken bei der Rohstoffversorgung beitragen.