Klimaschutz muss für jedes Land kalkulierbar sein

Holger Lösch, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, äußert sich zum Abschluss der Klimakonferenz in Marrakesch.

„Marrakesch stand sehr stark unter dem Eindruck des Ergebnisses der US-Wahlen. Ohne jeden Zweifel würde es um einiges schwerer, die Klimapolitik ohne die USA erfolgreich voranzutreiben. Ich warne vor zu großen Spekulationen: Noch ist die künftige Rolle der USA nicht bekannt. Unabhängig davon muss unverzüglich die Umsetzung des soeben in Kraft getretenen Paris-Abkommens beginnen.  

Wir fordern von der Politik, das Regelwerk so zu gestalten, dass sich Investitionen in neue Energiesysteme rechnen. Investoren brauchen langfristig zuverlässige Rahmenbedingungen – ob die USA an Bord sind oder nicht. Klimaschutz muss für jedes Land kalkulierbar sein. Deutsche sowie europäische Unternehmen dürfen nicht überbelastet werden.  

Panikreaktionen und Rufe nach noch schärferen Zielen sind kontraproduktiv. Wichtig ist der Wille, gemeinsam kosteneffiziente Ansätze zu finden und diese konsequent in der Praxis voranzutreiben. Nur so sind Klimaschutz und Wachstum gleichermaßen möglich. Klimaschutz muss für Unternehmen umsetzbar sein und sie wettbewerbsfähig halten.“