Mittelstand braucht Europa

Markus Pieper, MdEP, mit Hans-Toni Junius (r.) © Robert Schöttle

Irmfried Schwimann, Europäische Kommission © Robert Schöttle

Michael Theurer, MdEP © Robert Schöttle

Angelika Niebler, MdEP © Robert Schöttle

Alexander Graf Lambsdorff, MdEP (4. v. l.) © Robert Schöttle

Fast 90 Prozent der Industrieunternehmen und 50 Prozent der Dienstleister des deutschen Mittelstands sind über Lieferketten und Wertschöpfungsverbünde direkt oder indirekt im Export tätig. Rund zwei Drittel des Absatzes, der Einkäufe und der Produktionskapazitäten im Ausland hängen an Europa. Darüber sprach die deutsche Wirtschaft mit politischen Entscheidern in Brüssel.

Die Mittelstandsausschüsse von BDI, BDA und DIHK kamen im November 2016 mit Vertretern der EU-Kommission und des EU-Parlaments zusammen. Im lebhaften Austausch mit den politischen Entscheidern forderten die knapp 50 Mittelständler unter anderem faire Wettbewerbsbedingungen in der EU, eine gezielte Mittelstandspolitik, weiteren Bürokratieabbau und eine ambitionierte Außenwirtschaftspolitik.

Umgekehrt baten die „Brüsseler“ um frühe und detaillierte Information darüber, wie europäische Gesetzgebung auf den deutschen Mittelstand wirkt. Einig waren sich die Verbände mit den Europapolitikern darin, stärker für die politischen und unternehmerischen Vorteile Europas werben zu wollen. „Europa kommt nicht von allein. Es kann aber von allein gehen, wenn wir nicht aufpassen“, fasste eine Teilnehmerin treffend zusammen.