© Fotolia/Veniamin Bibikov

Normung muss auch zukünftig wirtschaftsgetrieben gestaltet werden

USB-Stecker, Papierformate oder Schuhgrößen – ohne Normen wären das tägliche Leben und der globale Warenverkehr undenkbar. Die Normung von Produkten und Dienstleistungen setzt einheitliche Standards. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur internationalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland als führende Wirtschaftsnation und Exportland. Sie muss daher auch in Zukunft nach wirtschaftlichen Aspekten gestaltet werden.

Nahezu alle heute weltweit gehandelten Waren, Produktionsprozesse und angebotenen Dienstleistungen haben einen direkten oder indirekten Bezug zu Normen. So fördert Normung die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit von Produkten und Dienstleistungen, unterstützt die Austauschbarkeit und Interoperabilität von Produkten und Komponenten, trägt zur Rechtssicherheit bei, erleichtert den Zugang zu Märkten weltweit und kann Innovationen fördern.

Und der Bedarf an Standards wächst mit immer neuen Produkten, Wertschöpfungsketten und wirtschaftlichen Akteuren. Allerdings zeichnen sich seit einiger Zeit im Zusammenhang von zuständigen Organisationen und Regulierung erhebliche Fehlentwicklungen ab. Der BDI organisiert die Position der deutschen Industrie zu allen Fragen und Entwicklungen rund um die Normungspolitik. Folgende sechs Leitlinien hat der BDI aufgesetzt, um in der politischen Diskussion gegenzusteuern:

  • Die Wirtschaft ist die tragende Säule der Normung

  • Gesetzgebung und Normung sind zwei sich ergänzende Bereiche – auch in Zukunft

  • Normungsorganisationen entlasten die Experten der Normung

  • Die Harmonisierung technischer Marktzugangsbedingungen ist ein wesentlicher Vorteil internationaler Standards

  • Der Markt ist die Triebfeder für Normen

  • Normung und Innovation stehen in vielfältiger Wechselbeziehung

Diese Positionierung adressiert politische Institutionen, Normungsorganisationen, Verbände und interessierte Kreise auf nationaler und europäischer Ebene. Der BDI ist bereit, gemeinsam mit diesen Akteuren die Normung unter Berücksichtigung der genannten Thesen weiterzuentwickeln.