#SheTransformsIT: mehr Frauen in der Digitalisierung

Frauen sind in Digitalberufen in Deutschland unterrepräsentiert – ein Manko im Wettrennen um die digitale Zukunft. Zum Digitalgipfel 2020 startete deshalb die Kampagne #SheTransformsIT, die sich für mehr Frauen in der Digitalisierung einsetzt.

Hat Code ein Geschlecht? Auf den ersten Blick nicht. Tatsächlich schreiben sich Geschlechterstereotypen im Binären fort. So wird eine Top-Medizinerin, die maßgeblich an der Entwicklung des Covid-19-Impfstoffes beteiligt ist, von Suchmaschinen zur „Ehefrau von“ abgestuft. Die Digitalisierung bestimmt mittlerweile alle Bereiche unseres Lebens. Deshalb müssen Frauen auch über die Ausrichtung der Digitalisierung mitentscheiden und sie mitgestalten. „Aktuell liegt Deutschland mit einem Frauenanteil von 17 Prozent in der IT-Branche in Europa auf einem der Schlussplätze. Für die deutsche Wirtschaft ist das ein Weckruf und Motivation zugleich, die Beteiligung von Frauen in der Digitalwirtschaft zu erhöhen“, erkärt Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. „Nur wenn Deutschland an Diversität in der Digitalisierung gewinnt, werden wir künftig die wesentlichen Innovationen mitgestalten und bleiben international wettbewerbsfähig. Niemand in der Wirtschaft und besonders im IT-Bereich kann es sich leisten, auf das wirtschaftliche, technische und schöpferische Potenzial von Frauen zu verzichten.“ Im Ringen um globale digitale Technologieführerschaft brauchen wir den Mut und die Innovationskraft aller klugen Köpfe im Land. Dort setzt die Initiative #SheTransformsIT an.

Parteiübergreifendes Bündnis für geschelchtergerechte Digitalisierung

Die Initiatorinnen Iris Plöger und Anna Christmann, Mitglied des Bundestages (Bündnis 90/ Die Grünen), setzen sich gemeinsam mit über 50 Entscheiderinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft für einen Mentalitätswandel ein: weniger Stereotype, mehr Sichtbarkeit für weibliche digitale Vorbilder.

Eine geschlechtergerechte Digitalisierung beginnt mit einem stärkenden Rollenbild für Mädchen in der frühkindlichen Bildung, in Schule und Berufsausbildung. Ein Umdenken muss auch in den Lehrangeboten der Universitäten und der Digitalwirtschaft stattfinden. Die Politik sollte die Förderung von Mädchen und Frauen gezielt unterstützen, um den Wandel zu bestärken. Es braucht mehr weibliche Rollenvorbilder, mehr gegenseitige Achtsamkeit, mehr digitale Diversität. Die Unterzeichnenden treten für Maßnahmen in folgenden Themenfeldern ein:

  • Schülerinnen inspirieren, Lehrkräfte stärken
  • Diverse Studiengänge gestalten, Wissenschaft verbessern
  • Mehr Frauen, gezielte Weiterentwicklung im Unternehmen
  • Digitalfrauen in die Medien, Technikstereotype raus aus Büchern und Werbung
  • Digitalpolitik von und für Frauen

Die Initiative versammelt erstmals eine breite politische Unterstützung aus Digitalpolitikerinnen der CDU/CSU, SPD, FDP, von Die Linke und dem Bündnis90/Die Grünen sowie prominenten Vertreterinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ermöglicht wird der Start der Initiative mithilfe von SAP, Deutsche Bahn, Deutsche Post DHL Group, Robert Bosch, Telefónica Deutschland und Vodafone Deutschland.

In den kommenden Monaten wird das Netzwerk der Initiative erweitert und Projekte für mehr Frauen in der Digitalisierung entwickelt.