Staaten müssen sich über Steuerwettbewerb verständigen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zur aktuellen Berichterstattung über die "Luxemburg-Leaks".

"Die Berichte über Strukturen für eine geringere Steuerbelastung in Luxemburg bauschen den normalen Steuerwettbewerb zwischen den Staaten auf. Soweit trotzdem Handlungsbedarf besteht, sind es die Staaten und nicht die Unternehmen, die adressiert werden müssen, um sich über den internationalen Steuerwettbewerb zu verständigen", sagte BDI-Steuerexperte Berthold Welling.

"Was Deutschland betrifft, können weltweite Konzernfinanzierungen schon wegen der Gewerbesteuer hier nicht mehr gebündelt werden. Deutschland hat mit der Zinsschranke die schärfste Regelung zur Missbrauchsvermeidung. Daher besteht hierzulande kein Handlungsdruck – im Gegenteil: Die scharfen einseitig rigiden Regelungen gehen zulasten der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen", betonte Welling.