Studie zu Zukunftstechnologien: Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wird deutlich steigen

Für zentrale Zukunftsprojekte wie die Energiewende, Elektromobiliät und Industrie 4.0 wird unser Bedarf an Rohstoffen wie Seltenen Erden und Lithium in Zukunft deutlich steigen. Dies ist die wesentliche Erkenntnis einer aktuellen Studie des Fraunhofer ISI, die im Auftrag der deutschen Rohstoffagentur ( DERA) durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Politik die Rohstoffsicherheit wieder auf die politische Agenda setzen muss. Denn: Ohne gesicherte Rohstoffversorgung wird es keine Zukunftstechnologien ‚Made in Germany‘ geben. Gleichzeitig stellen Handels- und Wettbewerbsverzerrungen auf den internationalen Rohstoffmärkten, insbesondere durch politische Eingriffe, ein hohes Risiko für die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie dar. Der BDI fordert daher die Bundesregierung auf, sich aktiv für den Abbau dieser staatlich bedingten Wettbewerbsverzerrungen bei Rohstoffen einzusetzen.

Die Studie ist Teil des regelmäßigen Rohstoffmonitorings der DERA, welches auf eine Forderung des BDI zurückgeht und schließlich 2013 im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert wurde. Das Monitoring analysiert und bewertet kritische Entwicklungen auf den globalen Rohstoffmärkten, um der rohstoffverarbeitenden Industrie Risiken in der Rohstoffversorgung sowie Handlungsoptionen aufzuzeigen. Mit der Studie "Rohstoffe für Zukunftstechnologien" wird die Entwicklung der Nachfrageseite auf den Rohstoffmärkten bis 2035, getrieben von bestimmten Technologietrends, beleuchtet.

Die Ergebnisse der Studie wurden auch im Rahmen des 5. BDI-Rohstoffkongresses aufgegriffen, der mit BDI-Präsident Ulrich Grillo,Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka in Berlin stattfand. Der BDI diskutierte dort gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, welche Bedeutung die Rohstoffversorgung für die „vierte industrielle Revolution“ hat und wie dies im Rahmen einer zukunftsorientierten Industrie- und Rohstoffpolitik zu berücksichtigen ist.