Ulrich Grillo trifft „jung&naiv“

Tilo Jung von jung&naiv im Gespräch mit BDI-Präsident Ulrich Grillo © Jobst-Hinrich Wiskow/BDI

Im Interview mit dem freien Journalisten Tilo Jung spricht BDI-Präsident Ulrich Grillo über die Rolle der deutschen Rüstungsindustrie und die Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland durch die Energiewende.

Zum ersten Mal hat Tilo Jung, der durch Politiker-Interviews auf seinem eigenen Youtube-Kanal jung&naiv bekannt geworden ist, einen Vertreter der Wirtschaft getroffen. Gefragt nach deutschen Rüstungsexporten in Krisengebiete verwies der BDI-Präsident dabei deutlich auf das Primat der Politik: „Die Entscheidung, wohin deutsche Rüstungsgüter exportiert werden, liegt allein im Ermessen der Bundesregierung.“ Deutschland verfüge bei Waffenexporten über eine der weltweit restriktivsten Exportkontrollverfahren. Kein Vertrag könne ohne Prüfung durch die Politik geschlossen werden. Das solle auch weiterhin so bleiben, betonte Grillo im Interview.

Die Auswirkungen der Energiewende für den Industriestandort Deutschland sowie die Bedeutung der Industrie für ein Gelingen der Energiewende waren darüber hinaus Themen des Gesprächs. Die steigende EEG-Umlage sei im internationalen Vergleich ein gravierender Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen. „Statt permanente Unsicherheit zu erzeugen, muss die vollständige Entlastung für industrielle Eigenstromstromerzeugung von der EEG-Umlage auch über das Jahr 2017 hinaus erhalten bleiben.“ So könne die deutsche Industrie weiterhin ihren Beitrag zu einer robusten Volkswirtschaft leisten, um so auch die Energiewende zum Erfolg zu führen.

Die vollständigen Interviews des BDI-Präsidenten finden Sie in der Mediathek von n-tv und auf YouTube.