„Was bedeutet Elektromobilität für Sie?“

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG

Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG © Markus Höhn

„Sauber, leise, umweltfreundlich – die Argumente sind unschlagbar. Der Elektromobilität gehört deshalb ganz sicher die Zukunft. Für uns ist sie aber auch bereits gelebte Gegenwart. Zwei Drittel unserer täglich drei Millionen Fahrgäste sind schon heute elektrisch unterwegs – in U-Bahnen, Straßenbahnen und auf Solarfähren. Seit August testen wir als erste Hauptstadt weltweit Elektrobusse mit kabelloser Ladetechnik und haben jetzt begonnen, unsere Dienst-Pkw-Flotte auf Elektroantrieb umzustellen. Das sind wichtige Bausteine, um unsere Stadt heute und morgen noch lebenswerter zu machen.“

Für die BVG rollt in Berlin die erste Buslinie im Linienbetrieb mit vier Elektrofahrzeugen über die Straße.

Mennekes Elektrotechnik

„Ab 2020 erwarte ich einen immer stärker werdenden Zuwachs an reinen Elektrofahrzeugen, die alle sicher und komfortabel geladen werden wollen. Als Spezialist für Steckvorrichtungen bringen wir schon heute unsere elektrotechnische Erfahrung an allen Ladeschnittstellen ein: vom Ladestecker hinter dem Tankdeckel im Fahrzeug über robuste Ladekabel bis hin zu vernetzten Ladesystemen, die die Energiewende unterstützen.“

Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG, Kirchhunden (NRW) entwickelt seit Mitte der 1990er Jahre Komponenten für Elektrofahrzeuge und hat das als EU-Standard definierte Ladesteckvorrichtungs-System Typ 2 entwickelt. 

RWE eMobility GmbH, Dortmund

„Im Jahr 2020 sind die Batterien erheblich leistungsfähiger und günstiger: Dadurch ist auch die Reichweite meines Elektroautos deutlich höher. Ich kann problemlos entlang der Autobahnachsen laden. Beim Einkaufen lade ich das Auto eben nach wie heute das Handy. Zu Hause betankt die Photovoltaikanlage den Wagen. Intelligente Ladeinfrastruktur – verbunden mit der Integration der erneuerbaren Energien – hat sich durchgesetzt.“

RWE eMobility GmbH, Dortmund stellt öffentliche Ladesäulen und Ökostrom zum Aufladen zur Verfügung und ermöglicht über ein eRoaming-Netzwerk die Nutzung von Ladestationen bundesweit.

BASF

„Innovationen der BASF leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität. An unserem größten Standort in Ludwigshafen können Mitarbeiter ihre betrieblichen Fahrten auch mit Elektroautos erledigen. Dafür bin ich zuständig. Das Schöne ist: Durch meine Arbeit lernen unsere Mitarbeiter diese neue Technologie in ihrem Arbeitsalltag kennen."

BASF setzt am Standort Ludwigshafen bis Jahresende insgesamt 100 neue Elektro-Betriebsfahrzeuge ein (vor allem Renault ZOE und Kangoo Z.E.), die sukzessive im Zehnerpack angeliefert werden.

Daimler AG

„Für uns steht die Zukunft schon lange im Zeichen der Elektrifizierung. Neben unserem aktuellen Fokus auf Plug-in Hybride wird sich bei den reinen Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren ebenfalls viel tun. Der allgemeine Trend hin zum „e“ ist klar sichtbar. E-Mobilität geht jedoch weit über das Produkt „Auto“ hinaus. Das veränderte Nutzungsverhalten erfordert neue Systemansätze, Mobilitätskonzepte, intelligente Vernetzung und nicht zuletzt maßgeschneiderte Dienstleistungen. Der Kunde und seine Bedürfnisse stehen bei uns im Fokus.“

Die Daimler Tochter Deutsche ACCUmotive entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart. Produziert werden die Lithium-Ionen-Batterien im sächsischen Kamenz.

Projekt RheinMobil

„Elektromobilität ist für mich vor allem dann sinnvoll, wenn mit erneuerbar erzeugtem Strom geladen wird. So kann eine nachhaltige Mobilitätswende nicht ohne eine Energiewende stattfinden. Ein Elektrobusverkehr ist idealer als ein Elektromobilitäts-Pendlervekehr und der Individualverkehr mit Elektroautos ist am herausforderndsten.“

RheinMobil testet im Flottenversuch auf maximale Fahrleistung optimierte Fahrzeuge für den Pendler- und Dienstfahrtenverkehr. Das Projekt wird vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert. Die Ergebnisse sind in der Studie "Über 300.000 Kilometer unter Strom" veröffentlicht.

Think Blue. Share a Volkswagen

„Für mich steht e-Mobilität stellvertretend für eine verantwortungsvolle Denk- und Sichtweise in Bezug auf die klimatischen Veränderungen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die e-Mobilität auch die Innovationsbereitschaft aller Beteiligten fördert. Darüber hinaus denke ich, meiner Generation hilft der praktische Umgang mit e-Mobilität dabei, ein anderes Weltbild zu entwickeln und sich den großen Fragen, denen wir uns im 21. Jahrhundert stellen müssen, auf neuen Wegen und ganz praktisch zu nähern.“

Volkswagen stellt in Braunschweig und an weiteren Standorten in der Metropolregion knapp 35 e-up! für Studenten zur Verfügung.

Felix Mayer, Student, nutzt e-Carsharing-Fahrzeuge von Volkswagen in Braunschweig

Deutsche Post/DHL

„Wer sich der Nachhaltigkeit als wichtigem Konzernziel verpflichtet hat und glaubhaft bleiben will, muss handeln. Das hat die Deutsche Post DHL Group getan: etwa mit der eigenständigen Entwicklung und dem Einsatz des umweltfreundlichen, kostengünstigen E-Zustellfahrzeugs Streetscooter. Für mich eine Initiative, die unseren Führungsanspruch in der Branche unterstreicht, aber in Sachen Innovation auch darüber hinaus Zeichen setzt.“

Die Deutsche Post DHL hat bereits über 150 CO2-freie Zustellfahrzeuge der Marke "StreetScooter" im Einsatz und Probebetrieb, bis zu 20.000 könnten bis in den kommenden Jahren werden. Das Elektrofahrzeug wurde zusammen mit der StreetScooter GmbH und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen für die Brief- und Paketzustellung entwickelt, StreetScooter wurde inzwischen von der Deutschen Post DHL übernommen.

Jürgen Gerdes, Vorstand Post - eCommerce - Parcel, Deutsche Post DHL Group