Deutsche Industrie fordert Aufbruchstimmung für global koordinierte Klimapolitik

Zum internationalen Klimagipfel von US-Präsident Joe Biden äußert sich BDI-Präsident Siegfried Russwurm: „Deutsche Industrie fordert Aufbruchstimmung für global koordinierte Klimapolitik.“

„Nach vierjähriger Isolation liefert die Einladung der USA zum Klimagipfel ein dringend notwendiges Signal für mehr Tempo in der internationalen Klimapolitik. Die deutsche Industrie fordert eine Aufbruchstimmung für eine global koordinierte Klimapolitik, so wie sie der Vorschlag von US-Finanzministerin Janet Yellen für eine globale Unternehmensbesteuerung bewirkt hat. Der nächste Schritt muss der verbindliche Beschluss eines gemeinsamen CO2-Preises sein, der mindestens auf G20-Ebene einzuführen ist. 

Joe Biden und Xi Jinping stehen klimapolitisch besonders stark in der Verantwortung. Die USA und China müssen endlich konkrete und ambitionierte Zusagen machen. Die EU hat bereits vorgelegt und ihr ambitioniertes Klimaziel bis 2030 um über ein Drittel erhöht. Es ist für US-Amerikaner und Chinesen nun an der Zeit, ebenfalls eine Halbierung ihrer Emissionen bis 2030 zu beschließen.

Der Wettbewerb um die erfolgsversprechenden Ideen im Klimaschutz nimmt auch in Ländern außerhalb Europas an Fahrt auf. Der Markt für Klimatechnologien bietet bis 2050 ein Potenzial von mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr. Die deutsche Industrie ist entschlossen, ihre Marktführerschaft in diesem Sektor auszubauen.“