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Coronakrise: Weltweite Lage /Außenwirtschaft

Die globale Corona-Epidemie führt uns dramatisch vor Augen, wie anfällig unser Wohlstand für Störungen des globalen Räderwerks des Welthandels ist. Die Krise verschärft Protektionismus und Nationalismus, durch die der Welthandel ohnehin unter Druck steht. Die globale Wirtschaftsgemeinschaft ist sich einig: Mehr denn je kommt es jetzt darauf an, die Fundamente des regelbasierten und freien Handels kraftvoll abzusichern. Nur so können Wertschöpfungsketten aufrechterhalten bleiben und Produktion gestärkt werden.

Subsahara-Afrika

Nachdem die Infektionskurve zu Beginn der Corona-Pandemie in Subsahara-Afrika nur langsam angestiegen ist, nehmen die Fallzahlen trotz erheblicher öffentlicher Einschränkungen aktuell stetig zu. Südafrika, eines der wirtschaftlichen Zugpferde des Kontinents, weist derzeit die höchste Infektionsrate in ganz Afrika auf.

Mexiko

Mexiko ist ein wichtiger Produktionsstandort für die deutsche Industrie. Das Land ist von der Coronavirus-Pandemie stark betroffen. Die mexikanische Bundesregierung hat ab 1. Juni 2020 eine Lockerung des Lockdowns beschlossen, die jedoch von der weiteren Entwicklung der Ansteckungszahlen abhängig ist.

China

Während der Lockdown-Phase bis Anfang April 2020 kam es in dieser Zeit zu starken Einschränkungen der Mobilität und zur Disruption von Lieferketten. Dennoch hatten schon bis Ende März 2020 praktisch alle großen Unternehmen wieder ihre Geschäftsaktivitäten aufgenommen. Allerdings liegt die Wirtschaftsaktivität auch aktuell immer noch weit unter dem üblichen Niveau.

Indien

Die indische Regierung hat ab dem 1. Juni 2020 begonnen, die Corona-Schutzmaßnahmen phasenweise zurückzufahren. Seit dem 8. Juni 2020 sind Läden, Märkte, Kaufhäuser, Gebetsstätten und Büros wieder normal geöffnet. Nach fast drei Monaten stark heruntergefahrener wirtschaftlicher Aktivitäten ist der Druck hoch, die Wirtschaft wieder hochzufahren. 

MENA-Region

In den Mittelmeeranrainerstaaten des nördlichen Afrikas leiden die dort beheimateten Unternehmen unter den Folgen des Shutdowns und können daher nicht immer fristgerecht produzieren. Dies erhöht wiederum das Risiko bei auf deren Zulieferung angewiesenen europäischen Abnehmern. 

Russland

Die Corona-Infektionen haben in Russland in den letzten Wochen stark zugenommen. Das Land belegt nach der Zahl der Infektionen mit über 552.500 Infizierten (Stand 17.06.2020) inzwischen hinter den USA und Brasilien weltweit den dritten Rang. Die russische Regierung hat frühzeitig mit Maßnahmen zur Kontaktsperre reagiert.

USA

Die Vereinigten Staaten sind massiv von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Der IWF schätzt, dass das US-BIP im Jahr 2020 um minus 5,9 Prozent schrumpfen wird. Die gesamte Industrieproduktion brach im April 2020 um minus 11,2 Prozent ein. 

Infoportal Covid-19