71. Berliner Steuergespräch

Schätzungen zufolge gehen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union jedes Jahr insgesamt mehr als 150 Milliarden Euro Einnahmen an Mehrwertsteuern verloren. Bereits im Dezember 2017 beschloss die EU Regelungen, die das Mehrwertsteuersystem ( MwSt-System) für grenzüberschreitend tätige Online-Unternehmen vereinfachen sollen. Diese treten schrittweise bis 2021 in Kraft. Weitere Reformvorschläge betreffen u. a. die Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs, den Übergang zum Bestimmungslandprinzip, die Einführung einer zentralen Anlaufstelle für die Unternehmer, eine Flexibilisierung der Mehrwertsteuersätze und den Bürokratieabbau.

Die Reformvorschläge liegen den Mitgliedstaaten im Rat zur Zustimmung und dem Europäischen Parlament zur Konsultation vor, die Kommission drängt jedoch auf eine zeitnahe Einigung, um für die Unternehmen einen reibungslosen Übergang zum erweiterten MwSt-System für den elektronischen Geschäftsverkehr im Jahr 2021 zu gewährleisten.

Das 71. Berliner Steuergespräch wird daher zum Anlass genommen, um mit den Referenten, den Podiumsgästen und dem Auditorium über die Entwicklungen auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Mehrwertsteuersystem zu diskutieren.