Deutsche Industrie fordert Gleichbehandlung in China

Chinesische und deutsche Unternehmer trafen sich im Rahmen der dritten Sitzung des DCBWA am 13. Juni 2016 in Peking ©BDI

Gleichberechtigter Marktzugang für deutsche Unternehmen und die Gleichbehandlung mit einheimischen Firmen in China ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen in den deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen.

Der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) Hubert Lienhard betonte, dass es dafür auch unerlässlich sei, den eingeleiteten Strukturwandel in China energisch voranzutreiben: „Wir sind der Überzeugung, dass dieser Wandel besser gelingt, wenn China seinen Markt weiter öffnet und marktwirtschaftliche Kriterien in allen Bereichen der chinesischen Wirtschaft zum Tragen kommen."

Strukturwandel in China, der Umgang des Landes mit Überkapazitäten, unter anderem in den Branchen Stahl, Aluminium und Chemie, Offenheit des Investitionsstandortes Deutschland, aber auch weitere Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Industrie 4.0 waren nur einige der Themen, die die Mitglieder des Deutsch-Chinesischen Beratenden Wirtschaftsausschuss (DCBWA) am 13. Juni auf ihrer dritten Sitzung in Peking offen miteinander diskutierten.

Ein zweistündiges Gespräch der deutschen Wirtschaftsdelegation mit chinesischen Unternehmern, wie ICBC, China Railway, Huaneng Power und Huawei, nutzten beide Seiten für eine Vertiefung des Austausches zu Wirtschaftsreformen in China und den Herausforderungen, die sich dadurch für chinesische wie deutsche Unternehmen ergeben.

Bundeskanzlerin Merkel und Premierminister Li Keqiang, die an der anschließenden offiziellen Plenarsitzung des DCBWA teilnahmen, betonten die Bedeutung des DCBWA als kritische Stimme in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.