EU-Gebäuderichtlinie effizient und zügig umsetzen
Die Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) entscheidet darüber, ob Deutschland Klimaschutz, Wirtschaftskraft und bezahlbares Wohnen erfolgreich miteinander verbinden kann. Das Papier zeigt, wie die Vorgaben effizient in nationales Recht übertragen werden können, welche Chancen für Innovation und Sanierung entstehen können und welche politischen Maßnahmen nötig sind, um die Wachstumspotenziale der EPBD zu heben, ohne dabei unnötige Bürokratie zu schaffen.
For more energy-efficient renovations and more energy-efficient new construction
Buildings in Germany account for about 30 percent of energy consumption and roughly 40 percent of greenhouse gas emissions. Without a climate-neutral building sector, Germany cannot achieve its goal of climate neutrality by 2045. “Green buildings” are not only crucial for meeting climate goals but also represent a significant market opportunity for German industry. Thanks to strong suppliers and high domestic demand, Germany can assume a leading position and promote economic growth—provided policymakers set the right course now.
Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau
„Im Gebäudebereich steht Deutschland gleichzeitig einer Sanierungskrise und einer Neubaukrise gegenüber. Damit drohen nicht nur die Klimaschutzziele bei Gebäuden außer Reichweite zu geraten: Die Wirtschaft erlebt mit Kurzarbeit, Arbeitsplatzabbau und Unternehmensinsolvenzen schwerwiegende Konsequenzen. Wir benennen die Maßnahmen, die angegangen werden müssen, um eine Sanierungswelle bei Gebäuden auszulösen und endlich einen Bau-Turbo zu starten.“
Transformationspfade-Studie
Die vom BDI bei der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Auftrag gegebene Studie „Transformationspfade“ ist ein Wake-Up Call und zeigt, wie das Industrieland Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig bleibt. Über 30 Unternehmen und Verbände und mehr als 40 Expertinnen und Experten analysierten von Oktober 2023 bis September 2024 die Standortbedingungen für die Industrie und industrienahe Dienstleistungen.
Änderung AVBFernwärmeV
Die Industrie sieht den neuen Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz als Schritt in die richtige Richtung. Der Entwurf schafft einen Interessenausgleich zwischen Verbrauchern und Lieferanten und berücksichtigt sowohl Transparenzanforderungen als auch die Bedürfnisse beider Seiten.
Bau-Turbo starten
Zur Halbzeit der laufenden Legislatur muss festgestellt werden, dass das Verfehlen sämtlicher der in den Bereichen des Wohnungsbaus, der Gebäudesanierung, des Infrastrukturbaus und der zur Transformation des Wirtschaftsstandorts insgesamt gesetzten Ziele droht. Der BDI stellt Maßnahmen vor, damit die gesetzten baupolitischen Ziele doch erreicht werden können.
Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau
Der Streit ums Heizungsgesetz, die zunehmend prekäre wirtschaftliche Lage und die steigenden Zinsen haben die Sanierungs- und Neubautätigkeit einbrechen lassen. Es droht ein nachhaltiger Abschwung im Baubereich und damit auch ein Nichterreichen der Klimaschutzziele im Gebäudebereich und ein weiteres Verfehlen der Neubauziele der Bundesregierung. Daher fordert der BDI von der Bundesregierung umfassende Maßnahmen, um sowohl die Sanierungs- als auch Neubautätigkeit zu stabilisieren.
BDI Discusses the Heating Act and Building Renovation with the "Traffic Light" Coalition and the Opposition
The Heating Act, sustainability in construction, investment security, and the urgently needed renovation roadmap were the topics of the event “Focus on Climate Protection Goals for 2030 and 2045,” organized by the BDI initiative “Energy-Efficient Buildings.”
Heizungsgesetz bedarf Überarbeitung
Der BDI veröffentlicht anlässlich der heutigen Fachkonferenz „Klimaschutzziele 2030 und 2045 im Fokus – Was ist jetzt bei Gebäuden gefordert?“ ein neues Papier zum Heizungstausch. Dazu sagt Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer:
Erneuerbare-Energien-Anforderung beim Heizungstausch – richtig machen!
Die geplante 65 Prozent EE-Anforderung beim Heizungstausch ist eine wichtige Wegweisung: Die Umstellung der Wärmeerzeugung bei Gebäuden ist ein zentraler Hebel für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Damit die Wärmewende gelingt, sind aber noch Anpassungen in zentralen Punkten des vorliegenden Gesetzesentwurfs gefordert wie auch an begleitenden politischen Initiativen.
Accelerating Digitalization in the Construction Sector
Digitization, automation, and the collection of measurement data from buildings can make a significant contribution to achieving the 2030 climate protection target and the goal of climate neutrality for buildings by 2045. These issues require greater political attention at the German and European levels.
Bundesförderung für effiziente Gebäude
Mehrere Förderstopps und die unangekündigten Kürzungen der Bundesförderung Energieeffiziente Gebäude (BEG) haben für große Verunsicherung bei Gebäudeeigentümern und Investoren sowie im Bauwesen gesorgt. BDI, BDEW und ZDH fordern daher von der Bundesregierung ein öffentliches Bekenntnis zur BEG-Sanierungsförderung, damit 2023 der Hochlauf der Gebäudesanierung stattfinden kann. Dieser ist laut BDI-Klimastudie für das Erreichen des 2030-Ziels gefordert.
Energiewechselkampagne auf Gebäude ausrichten
Der BDI plädiert dafür, die Energieeinsparkampagne, die richtigerweise von der Bundesregierung im Juni 2022 gestartet wurde, auch auf Energieeffizienz bei Gebäuden und die dort zahlreich vorhandenen „low-hanging fruits“ auszurichten. Gebäude- und Wohnungsbesitzern sowie Mietern sollte mit konkreten Beispielen der Nutzen von Modernisierungsmaßnahmen und dem Einsatz digitaler Instrumente zur Verbrauchskontrolle und -steuerung vor Augen geführt werden.
Änderung der Bundesförderung energieeffiziente Gebäude
Der BDI begrüßt die grundsätzlich die Weiterentwicklung der Förderung für die Bestandssanierung, indem damit technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung getragen wird. Gleichzeitig kritisiert der er die starke Kürzung der Förderung, die mit der Weiterentwicklung einhergeht.
Digitale Agenda für den Gebäudesektor: Empfehlungen für die 20. WP
Die EU hat die „digitale Dekade“ ausgerufen und dabei den Gebäudesektor als einen der Bereiche mit der geringsten Digitalisierung identifiziert. Digitalisierung, Automatisierung und die Erfassung von Messdaten von Gebäuden sind notwenige Voraussetzungen und benötigen entsprechend mehr politische Aufmerksamkeit auf deutscher und europäischer Ebene. Denn sie können einen erheblichen Beitrag zum Erreichen des Klimaschutzziels 2030 und des Ziels Klimaneutralität bis 2045 bei Gebäuden leisten.
Förderinstrumente der Bundesregierung und Technologieoffenheit
Ohne die Nutzung der beträchtlichen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich wird Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen können. Auf den Gebäudesektor in Deutschland entfallen rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und über 30 Prozent des CO2-Ausstoßes. Allerdings stagniert die Sanierungsquote seit Jahren bei unter 1 Prozent. Die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen ist für Sanierungen im Gebäudebereich von entscheidender Bedeutung. Staatlichen Förderinstrumenten in Form konkreter Förderprogramme oder Anreize anderer Art, z. B. steuerlicher Vergünstigungen – kommt dabei eine sehr wichtige Rolle zu. Der BDI bewertet die Förderinstrumente der Bundesregierung und Technologieoffenheit im Einzelnen.
„Energieeffizienzstrategie Gebäude“
Der BDI sieht die Entwicklung der „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ für die Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich als ein wichtiges Signal. Jedoch bleibt die Strategie der Bundesregierung sowohl inhaltlich als auch prozessual weit hinter den Erwartungen zurück: Die Inhalte stellen im Wesentlichen eine Auflistung bestehender Programme und bekannter Vorhaben dar. Die benötigten zusätzlichen Impulse fehlen. Einen für den weiteren Prozess dringend benötigten Zeitplan für die Umsetzung der größtenteils seit Langem bereits angekündigten Maßnahmen sowie für die Prüfung weiterer Schritte sucht man vergeblich.