
New Space Race
Unter „New Space Race“ verstehen wir das Rennen um die Entwicklung von Raumfahrttechnologien. Denn diese sind entscheidender Erfolgsfaktor für Prozesse und Produkte auf der Erde. Die USA planen in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern die Rückkehr zum Mond bis 2024. Ab 2028 soll eine Mondstation errichtet werden, die für dauerhafte Aufenthalte geeignet ist. Weltweite Investitionen werden sowohl das Potenzial als auch die Anwendungsbreite von Weltraumtechnologien steigern.
Ein geopolitisch motiviertes „Race“ im Sinne der Mondlandung von 1969 ist nicht zu erwarten. Aber der Wettbewerb ist nach wie vor groß. Die Anzahl raumfahrtbezogener Patente hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre fast vervierfacht. An der Spitze stehen hierbei die USA und Europa. Aber auch die Russische Föderation und Israel bringen es auf eine große Anzahl von Patenten.
Video: Marco Fuchs, Vize-Präsident Raumfahrt des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI), über Raumfahrttrends und deren Nutzen auf der Erde. © BDI
KI-gestützte Software gegen Weltraumschrott
Zehntausende Teile an Schrott fliegen durch das Weltall. Für Satelliten birgt dies ein Risiko, da bei einem Zusammenstoß ein Totalschaden droht und gleichzeitig noch mehr Weltraumschrott entsteht. Das Space-Startup OKAPI:Orbits will dies verhindern und hat dafür eine automatisierte Kollisionsvermeidungssoftware für Satelliten entwickelt. Im Interview mit Kristina Nikolaus erklärt die Mitgründerin und CEO von OKAPI:Orbits die Gefahren im Orbit und wie ihre Software Kollisionen vermeidet.
Satellitendaten für eine effizientere Ressourcennutzung
Satelliten liefern mehr als die möglichst präzise Aufnahme der Erdoberfläche. Sie sammeln essenzielle Geo-Informationen für Anwendungen auf der Erde. Im Interview spricht Sven Przywarra, Co-Founder des New Space-Unternehmens LiveEO, über Nutzen und Potenziale von Erdbeobachtungen.
New Space Revolution – Die Zukunft der Raumfahrt gehört den Visionären
Lange nutzten große Staaten den Weltraum, um ihre technologische Macht zu demonstrieren. Jetzt treiben nicht nur Regierungen, sondern vor allem visionäre Unternehmer Entwicklungen voran – im „New Space“, der stark wachsenden privaten Raumfahrt-Industrie.
Wie Innovationen der Raumfahrt unser Leben prägen
Raumfahrt betrifft uns alle, sie ist viel mehr als reine wissenschaftliche Liebhaberei. Jeden Tag kommen Menschen auf der Erde mit ihren Technologien in Berührung und nutzen sie, meist unbewusst: Ob beim Telefonieren, beim Lesen der Wettervorhersage oder beim Tragen von Kleidung. Entwicklungen für den Weltraum können zukünftige Herausforderungen der Erde lösen.
Das Rennen um Technologie-Transfers, Weltraumbahnhöfe und Missionen ist neu entbrannt. Denn Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0 basieren auf Innovationen, die im Weltall verankert oder für die Raumfahrt entwickelt wurden. Wer gewinnt den Wettbewerb? Auf dem #TDI20 diskutierten: Anke Pagels-Kerp (Abteilungsleiterin Erforschung des Weltalls, DLR), Thomas Jarzombek (MdB, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt), Marco R. Fuchs (Vorstandsvorsitzender, OHB SE), Samantha Cristoforetti (Kampfpilotin und ESA-Astronautin) und Joachim Lang (ehem. BDI-Hauptgeschäftsführer).



