Keine Panikmache wegen Renminbi

Blick in eine mit Autos befahrene Straße mit Hochhäusern vor blauem Himmel in einem Geschäftsbezirk in Peking.

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Der BDI warnt wegen der niedrigeren Wechselkurse der chinesischen Währung vor Panikmache, hat aber Sorge vor einem Abwertungswettlauf.

„Heftige Währungsbewegungen sind eine Herausforderung für viele Unternehmen. Die deutsche Industrie erwartet jetzt von China überzeugende Signale für eine weitere konsequente Marktöffnung des Landes.“ Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Sonntag in Berlin.

„Peking muss beweisen, dass die flexibleren Wechselkurse ernst gemeint sind – und nicht nur als Argument dienen, um eine taktische Abwertung zu rechtfertigen“, forderte Kerber.

Es sei klar, dass die exportstarken deutschen Unternehmen die Entwicklung beobachten. „Die meisten Produkte der deutschen Industrie konkurrieren nicht beim Preis, sondern bei der Qualität“, erklärte Kerber.

Hinzu komme, dass der Renminbi sich in den vergangenen Jahren extrem verteuert, also aufgewertet habe. Ein Grund ist die Bindung an den US-Dollar, der die chinesische und die US-amerikanische Währung im Vergleich zum Euro teurer gemacht hat.

Die Globalisierungsstrategie der deutschen Industrie und das Setzen auf Wachstumsmärkte seien richtig, unterstrich Kerber: „Ich gehe davon aus, dass China mittel- und langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben wird. Die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen müssen auch zukünftig gründlich beobachtet werden.“ Zusätzlich bedürfe es mehr Anstrengungen, um die Robustheit zu erhöhen, etwa durch die Erschließung neuer Märkte sowie die Stärkung des europäischen Heimatmarkts und der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.