#TDI26 – Tag der Industrie
EP-Abstimmung über EU-USA-Handelsabkommen: Zustimmung stabilisiert transatlantische Handelsbeziehungen
Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, zur Abstimmung im Europäischen Parlament über die Umsetzung des EU-USA-Handelsabkommens: „Wichtiger Schritt zur Stabilisierung der transatlantischen Handelsbeziehungen.“
Unternehmen stärken ihre Resilienz – aber sie können es nicht allein
Geopolitische Spannungen, gestörte Lieferketten und veränderte Energiemärkte haben wirtschaftliche Resilienz zu einer Kernaufgabe der deutschen Industrie gemacht. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Große Unternehmen stärken ihre Widerstandsfähigkeit proaktiv mit konkreten Strategien und Investitionen. Die hohen Kosten dafür tragen sie meist selbst. Dauerhafte Krisenfestigkeit entsteht jedoch nur im Schulterschluss mit den staatlichen Akteuren.
Resilienz braucht Strategie – nicht nur Einzelmaßnahmen
Unternehmen investieren bereits erheblich in ihre eigene Widerstandsfähigkeit. Doch viele Risiken lassen sich nicht allein auf betrieblicher Ebene bewältigen. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Aus Sicht vieler Unternehmen fehlt eine klare Vorstellung, wie ein resilienter Wirtschaftsstandort aussehen sollte ebenso wie eine übergreifende Strategie für den Weg dorthin. Gefragt sind klare Ziele, bessere Rahmenbedingungen und ein Staat, der dort handelt, wo Unternehmen an Grenzen stoßen.
Umfrage von Allensbach und BDI: Unternehmen investieren in Resilienz – strukturelle Risiken bleiben
Die deutsche Industrie steigert angesichts geopolitischer Spannungen und struktureller Veränderungen ihre Resilienz. Das gilt für das Risikobewusstsein ebenso wie für konkrete Maßnahmen. In einer Befragung gaben 77 Prozent der Unternehmen an, bereits eine eigene Strategie zu haben, um ihre wirtschaftliche Resilienz zu stärken, weitere 16 Prozent bereiten eine solche vor. Gleichzeitig schätzen mehr als acht von zehn Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit als hoch ein. Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Entscheider in 154 Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit mindestens 500 Mitarbeitern oder 100 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland befragt.
Treffen mit Koalitionären – Wichtiger Austausch, Reformen jetzt vorantreiben
Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, äußerte sich zum gestrigen Treffen von Industrie- und Arbeitgeberverbänden mit Gewerkschaften und den Spitzenvertretern der Koalition: „Entscheidend ist, dass Reformen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland einzahlen müssen.“
BDI-Stellungnahme zu den überarbeiteten europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) der Europäischen Kommission
Der BDI begrüßt das Vorhaben der Vereinfachung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) durch die EU-Kommission als Schritt zur Entlastung von Unternehmen. Positiv hervorgehoben werden zum Teil klarere Zielsetzungen und erste Vereinfachungen. Gleichzeitig kritisiert der BDI, dass die Überarbeitung nicht weit genug geht und die bürokratische Last nur begrenzt sinkt.
Zudem bestehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten, etwa bei unklaren Definitionen, Berichtspflichten und Bewertungsmaßstäben. Neue Anforderungen stehen teils im Widerspruch zum Ziel der Vereinfachung. Insgesamt droht die Überarbeitung laut BDI, bestehende Komplexität eher zu verlagern als zu reduzieren. Gefordert werden pragmatischere Lösungen und echte Entlastungen für Unternehmen.
Nationale Luftfahrtstrategie: Strategie jetzt in konkrete Maßnahmen umsetzen
Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI, zur geplanten Verabschiedung der Nationalen Luftfahrtstrategie: „Die Strategie muss jetzt in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.“
Gesundheit sichert Zukunft
Innovation, Wertschöpfung, Verteidigung: Die industrielle Gesundheitswirtschaft verbindet Versorgung im Alltag und Handlungsfähigkeit in Krisen. Als zentraler Pfeiler moderner Standortpolitik entscheidet ihre Stärkung über Resilienz, Wachstum und Souveränität von Wirtschaft und Gesellschaft.
BDA, BDI, DIHK und ZDH zum Meinungsaustausch im Kanzleramt am 10. Juni 2026
Deutsche Wirtschaft setzt auf gemeinsamen Reformkurs.
„Das Treffen sollte als Chance genutzt werden, möglichst große Schnittmengen in zentralen und teils hoch umstrittenen Reformfeldern auszuloten. Gerade angesichts der Herausforderungen bei der zukunftsfähigen Aufstellung der sozialen Sicherungssysteme, des Arbeitsmarktes und der Standortbedingungen kommt es darauf an, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, gegenseitiges Verständnis zu stärken und gemeinsame Lösungswege zu identifizieren. Dafür stehen die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände mit ihren Mitgliedern bereit."
Luftfahrtstandort Deutschland stärken, Wettbewerbsfähigkeit sichern
Die Nationale Luftfahrtstrategie muss die deutsche Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft im internationalen Wettbewerb nachhaltig stärken, um Konnektivität, Technologieführerschaft, Souveränität und Klimaschutz zu sichern. Dafür braucht es wettbewerbsfähige Standortkosten, eine starke Forschungsförderung und eine wettbewerbsneutrale Klimaschutzregulierung die den Hochlauf nachhaltiger Kraftstoffe anreizt.
Nationale Luftfahrtstrategie
Deutschlands Luftfahrt ist Schlüsselbranche für Innovation und Sicherheit – sie sorgt für Mobilität, Technologieführerschaft und Klimaschutz. Doch hohe Kosten und einseitige Regulierung gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Jetzt braucht es entschlossene Maßnahmen: faire Standortbedingungen, Förderung nachhaltiger Technologien und Bürokratieabbau. Gemeinsam stärken wir Deutschlands Zukunft im globalen Wettbewerb!
Rohstoff-Resilienz: Wie Zirkularität Deutschlands Industrie stärkt
Deutschlands Industrie steht unter Druck: Geopolitische Spannungen, volatile Rohstoffpreise und fragile Lieferketten gefährden Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Eine neue Studie von BCG und BDI zeigt: Circular Economy ist weit mehr als Nachhaltigkeitspolitik. Kreislaufwirtschaft kann Importabhängigkeiten reduzieren, Wertschöpfung steigern und die industrielle Resilienz Deutschlands langfristig stärken.
Energiepreisschock bremst Europas Wachstum deutlich aus
Europas Wirtschaft verliert deutlich an Dynamik: Der Energiepreisschock infolge des Nahostkonflikts bremst das Wachstum im Euroraum spürbar aus. 2026 dürfte das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,7 Prozent zulegen – halb so stark wie im Vorjahr. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, droht der Wirtschaft eine Phase der Stagnation, im ungünstigen Fall sogar eine Rezession.
Neuer Schwung am Bau
Die Wertschöpfungskette Bau, zu der neben dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe sowie zahlreichen Bauzulieferindustrien, Planern und Architekten auch die Immobilienwirtschaft zählt, hat einen Anteil von rund 20 Prozent am Bruttoinlandsprodukt und knapp 3,5 Millionen Beschäftigte. Sie ist damit ein zentraler Konjunkturmotor für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Darüber hinaus ist die Bau- und Immobilienwirtschaft ein Schlüsselsektor für die Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen wie die Beseitigung des Wohnungsmangels, die Transformation des Gebäudebestands sowie die Erweiterung bei der Verkehrsinfrastruktur. Der BDI fordert die konsequente Umsetzung der baupolitischen Vorhaben des Koalitionsvertrags sowie darüberhinausgehende Impulse – für neuen Schwung am Bau.
Nachbesserung des Optionsmodells und der Thesaurierung (§ 34a EStG)
Personengesellschaften und Familienunternehmen unterliegen in Deutschland einer hohen Steuerbelastung, die einen Standortnachteil im internationalen Wettbewerb begründet. Die Begünstigung von einbehaltenen Gewinnen (Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG) ist nicht praxistauglich und das Optionsmodell (§ 1a KStG) ist keine realistische Alternative für einen Wechsel zur Besteuerung als Kapitalgesellschaft. Der BDI schlägt eine grundlegende Überarbeitung der Thesaurierungsbegünstigung (§ 34a EStG) und des Optionsmodells im Rahmen einer Reform der Einkommensteuer vor.
Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS): Aktionsprogramm zu unambitioniert
Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI, zur geplanten Verabschiedung des Aktionsprogramms zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS): „Das Aktionsprogramm ist zu unambitioniert und setzt kaum neue Impulse.“
Quartalsbericht Deutschland QII-2026
Die deutsche Wirtschaft ist mit einem Mini-Wachstum in das Jahr 2026 gestartet. Es gab etwas Belebung beim Privaten Konsum. Die Bauinvestitionen gaben witterungsbedingt kräftig nach, während Investitionen in Ausrüstungen und sonstige Anlagen zulegen konnten.
Test Interview
VdZ-Interview mit Frau Gönner: "Unternehmen brauchen einen funktionierenden Staat"
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert tiefgreifende Reformen für einen leistungsfähigeren Staat. Mit dem Expertenkreis Moderner Staat hat der Verband konkrete Vorschläge für schnellere Verfahren, bessere Gesetzgebung und weniger Bürokratie erarbeitet. Im Interview mit VdZ erklärt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner, warum Staatsmodernisierung aus Sicht der Industrie zu einer zentralen Zukunftsfrage geworden ist.