BDI-Jahrestagung 1979, Bonn
© Wolfgang P. Prange

Verbandsgeschichte

Die Geschichte des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. ist eng mit nationalen und internationalen Entwicklungen von Industrie, Wirtschaft und Politik verbunden und zugleich ein Stück deutscher Wirtschafts- und Zeitgeschichte. Sie reicht von den Anfängen industrieller Interessenvertretung in der Weimarer Republik über die Gründung des BDI 1949 bis in die heutige Zeit.

Im Historischen Archiv wird die Überlieferung des BDI bewahrt und für Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und historische Vermittlung nutzbar gemacht. Seine Bestände dokumentieren die Entwicklung des Verbandes, seiner Themen und seines Selbstverständnisses. Sie eröffnen Einblicke in die Geschichte der industriellen Interessenvertretung und ermöglichen neue Perspektiven auf wirtschafts- und zeitgeschichtliche Entwicklungen.

Mehr zur Verbandsgeschichte

Vorgeschichte: die Zeit vor 1949

1949, das Gründungsjahr des BDI, war keine Stunde null. Seine Gründer beriefen sich bei der Organisation, der Struktur und den Aufgaben des industriellen Dachverbandes in seinen Grundzügen auf das Vorbild aus der Weimarer Republik, den Reichsverband der Deutschen Industrie (RDI).

BDI international

Die internationalen Verbindungsbüros des BDI sind Ausdruck wechselnder wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Ihre Geschichte zeigt, wie der Verband die Interessen der deutschen Industrie seit den 1950er Jahren auf europäischer und globaler Ebene vertritt.

Die BDI-Präsidenten 1949 – 2024

Fritz Berg hatte die ersten zwei Jahrzehnte das Bild des konservativen, autoritären BDI-Präsidenten geprägt. Nach dem Ende seiner Amtszeit wandelte es sich: Unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedener unternehmerischer Herkunft gestalteten nun das Amt aus und verstanden es als aktiven Part einer pluralistischen Gesellschaft, der im Austausch mit der Öffentlichkeit steht und durch den jeweiligen persönlichen Gestaltungswillen geprägt wird.

Die Hauptgeschäftsführer des BDI von 1949 bis 2022

Bereits im Gründungsjahr des BDI wurde die Geschäftsführung in der Satzung erstmalig zu einem Organ des Verbandes erhoben. Sie kann im Rahmen der ihr zugeschriebenen Kompetenzen entscheiden, mitbestimmen und haftbar gemacht werden. Die Geschäftsführung ist gegenüber der Mitgliederversammlung verpflichtet, Rechenschaft über ihre Tätigkeit abzulegen. Auf diese Weise wird die demokratische Führungsstruktur des BDI gestärkt.

Historisches Archiv des BDI

Geschichte bewahren, Entwicklungen nachvollziehen: Was hat die deutsche Industrie beschäftigt? Wie hat sich die Interessenvertretung verändert? Archivquellen zeigen, wie der BDI seit 1949 wirtschaftlichen Wandel begleitet und mitgestaltet hat, und sie verweisen auf seine Vorgängerorganisationen.

Schlaglichter auf die Geschichte des BDI seit 1949

Die Geschichte des „Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V.“ (BDI) beginnt 1949 in Köln. Der am 19. Oktober ursprünglich gegründete „Ausschuss für Wirtschaftsfragen der industriellen Verbände“ wurde nur wenige Wochen später in „BDI“ umbenannt. 32 Wirtschaftsverbände und Arbeitsgemeinschaften organisierten sich fortan im neuen Spitzenverband. Ihre Zahl wuchs in den folgenden Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich auf 38 (Stand 2026).

Peter Leibinger zum neuen BDI-Präsidenten gewählt

Peter Leibinger (57) wird neuer Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Nachdem ihn die Mitgliederversammlung des Verbands am Montag gewählt hat, tritt Leibinger am 1. Januar 2025 die Nachfolge von Siegfried Russwurm (61) an. Russwurm gibt der Satzung des Verbands folgend nach zwei Amtszeiten das Präsidentenamt ab und wird einer der Vizepräsidenten des BDI.

25 Jahre Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin

Drei Verbände, eine Mission – den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken und zukunftsfähig machen. Seit einem Viertel Jahrhundert steht das Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin für Ursprung und Aufbruch, Orientierung und Halt, Erfahrung und Leidenschaft. Aber was das Haus direkt an der Spree wirklich ausmacht, sind die Menschen. Sie sind die treibende Kraft hinter den Ideen und deren Umsetzung.