
Globaler Wachstumsausblick: Wachstumsaussichten leicht verbessert - für kräftige Konjunkturerholung muss Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden
BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner:
„Die Wachstumsaussichten für Deutschland hellen sich leicht auf. Dank solider Exporte im innereuropäischen Handel hat der Iran-Krieg die wirtschaftliche Erholung zwar verzögert, aber nicht gestoppt. Nach vier Jahren weitgehender Stagnation brauchen Unternehmen in Deutschland jedoch mehr als einen leichten Aufschwung: Wir müssen auf einen kräftigen und langfristigen Wachstumspfad kommen. Das erreichen wir nur durch Strukturreformen, die die Wettbewerbsnachteile des Standorts konsequent abbauen.
Von außen ist nur begrenzter Rückenwind zu erwarten. Der Iran-Krieg belastet das globale Wachstum erheblich. Die Weltwirtschaft verliert an Fahrt und dürfte nur mit drei Prozent zulegen. Hohe Investitionen in die Künstliche Intelligenz haben eine noch stärkere Dämpfung verhindert. Zugleich zieht die Inflation weltweit auf weit über vier Prozent an.
Die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum hat sich trotz des Kriegs stabilisiert. Wir rechnen nun mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem Jahr. Die deutsche Wirtschaft dürfte nach einem guten zweiten Quartal dieses Jahr real mit 0,6 Prozent zulegen.
Die konsequente Umsetzung der Investitionsvorhaben und der Reformagenda bleibt vordringlich, um die Wachstumskräfte in Deutschland zu stärken. Die globalen Risiken und Unsicherheiten für Unternehmen bleiben hoch.“
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