Grundsatzpapier-Kurzfassung
Die deutsche Industrie legt ein neues Grundsatzpapier für eine wachstumsorientierte Wirtschafts- und Handelspolitik vor. Darin fordert sie eine wirtschaftspolitische Neujustierung, die Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit wieder ins Zentrum rückt. Neben besseren Standortbedingungen braucht es dafür eine wirksamere Industriepolitik und eine Außenwirtschaftspolitik, die Offenheit mit strategischer Absicherung verbindet.
Grundsatzpapier-Langfassung
Die deutsche Industrie legt ein neues Grundsatzpapier für eine wachstumsorientierte Wirtschafts- und Handelspolitik vor. Darin fordert sie eine wirtschaftspolitische Neujustierung, die Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit wieder ins Zentrum rückt. Neben besseren Standortbedingungen braucht es dafür eine wirksamere Industriepolitik und eine Außenwirtschaftspolitik, die Offenheit mit strategischer Absicherung verbindet.
Industry Spotlight: Unternehmensteuern - Fakten und Forderungen der Industrie auf einen Blick
Deutschland zählt bei der Besteuerung von Unternehmen international zu den Hochsteuerländern. Zugleich belasten komplexe Verfahren, umfangreiche Nachweispflichten und eine noch unzureichende Digitalisierung die Unternehmen. Das aktualisierte "Industry Spotlight: Unternehmensteuern" bündelt zentrale steuerpolitische Forderungen der Industrie und ergänzt sie um datenbasierte Einblicke in industrielle Kernbranchen.
Nationale IP-Strategie: Geistiges Eigentum als Schlüssel für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
Geistiges Eigentum wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Innovationsstandorte. Mit der geplanten nationalen IP-Strategie will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für Schutz, Transfer und wirtschaftliche Verwertung von Innovationen verbessern und Deutschlands technologische Stärke langfristig sichern.
Europäisches Beihilferecht: Industrie fordert praxistaugliche AGVO
Die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gehört zu den wichtigsten Instrumenten des europäischen Beihilferechts. Sie ermöglicht es Mitgliedstaaten, zahlreiche Fördermaßnahmen direkt zu bewilligen, ohne dass die Beihilfe zuvor von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss. Seit ihrem Inkrafttreten im Jahr 2014 wurde die AGVO mehrfach überarbeitet und erweitert. Durch die letzte größere Änderung 2023 entstand zusätzlicher Spielraum für Investitionen in Klimaschutz, industrielle Transformation sowie Forschung und Innovation.
Der Public Procurement Act: Neuausrichtung der europäischen öffentlichen Auftragsvergabe
Mit dem am 9. September 2026 vorgelegten Public Procurement Act (PPA) schlägt die Europäische Kommission die umfassendste Reform des europäischen Vergaberechts seit mehr als einem Jahrzehnt vor. Ziel ist es, Vergabeverfahren einfacher und stärker digital auszurichten sowie öffentliche Beschaffung künftig gezielter als Instrument für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit Europas einzusetzen. Aus Sicht der Industrie bietet der Vorschlag wichtige Chancen, wirft zugleich aber Fragen hinsichtlich Praktikabilität und Bürokratieaufwand auf.
State of the European Union Rede: EU muss Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz entschlossen stärken
BDI-Präsident Peter Leibinger zur State of the European Union Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Die EU muss Europas Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz entschlossen stärken."
De-Risking statt Entkopplung: Europa muss der Balanceakt gelingen
China bleibt für viele deutsche Industrieunternehmen ein wichtiger Markt, Produktionsstandort und Innovationspartner. Zugleich hat sich der Wettbewerb grundlegend verändert. Staatlich geförderte Überkapazitäten, verzerrte Marktbedingungen und strategisch eingesetzte Exportkontrollen setzen Europas Industrie unter wachsenden Druck. Die richtige Antwort darauf ist weder wirtschaftliche Entkopplung noch ein Weiter-so, sondern ein konsequentes europäisches De-Risking aus einer Position der Stärke.
EU-Steueromnibus: Position der Wirtschaft
Die internationale Unternehmensbesteuerung ist zu einem kaum noch beherrschbaren Flickenteppich aus komplexen und inhaltlich überlappenden Regelwerken geworden. Der EU-Steueromnibus bietet die Chance, Doppelregulierungen abzubauen, Quellensteuerverfahren zu vereinfachen und die Rechtssicherheit im Binnenmarkt zu stärken. Die vorgesehenen Entlastungen müssen ambitioniert umgesetzt werden und dürfen nicht durch nationales Gold-Plating verwässert werden. Ziel muss ein einfacheres, verlässlicheres und investitionsfreundlicheres EU-Steuerrecht sein, das Europas Wettbewerbsfähigkeit stärkt und auf neue Belastungen für Unternehmen verzichtet.
Bürokratieabbau bleibt Schlüsselthema für die deutsche Industrie
Die deutsche Industrie – vom börsennotierten Konzern bis zum mittelständischen Familienunternehmen – ist auf einen effizienten und unkomplizierten Rechtsrahmen angewiesen. Unnötige Bürokratie kostet Zeit und Geld, hemmt Innovationen und vergrößert den Standortnachteil. Insbesondere der industrielle Mittelstand leidet unter der Vielzahl staatlicher Vorgaben, da ihm oft die Ressourcen fehlen, um komplexe Anforderungen zu bewältigen. Der Abbau kostenintensiver Bürokratie und die Modernisierung des Staates ist daher Wettbewerbspolitik im besten Sinne.
Globaler Wachstumsausblick: Wachstumsaussichten leicht verbessert - für kräftige Konjunkturerholung muss Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden
Zum Globalen Wachstumsausblick erklärt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: "Die Wachstumsaussichten für Deutschland hellen sich leicht auf. Nach vier Jahren weitgehender Stagnation sind für langfristig kräftiges Wachstum mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Investitionen und entschlossenen Strukturreformen entscheidend."
EEG-Novelle und Netzpaket: Wichtige Impulse für ein effizienteres Energiesystem
Zu den Beschlüssen der Bundesregierung zur EEG-Novelle und zum Netzpaket äußert sich Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI: "Mit der EEG-Novelle und dem Netzpaket setzt die Bundesregierung wichtige und lange überfällige Impulse für ein effizientes und wettbewerbsfähiges Energiesystem."
Steueromnibus als Chance für echte Vereinfachung
Am 24. Juni 2026 hat die EU‑Kommission Vorschläge zur Vereinfachung der direkten Steuern vorgelegt (sog. Steueromnibus). Das war ein wichtiges Signal. Echte Entlastung entsteht nur, wenn Überschneidungen konsequent abgebaut und investitionshemmende Regelungen korrigiert werden. Im Fokus stehen der Abbau doppelter Berichtspflichten, investitionsfreundliche Vorschläge und der Abbau nationaler Verschärfungen von EU-Vorgaben. Ein Minimalkompromiss reicht nicht.
Ein neuer Ansatz in der europäischen Fusionskontrolle
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte in ihren Politischen Leitlinien 2024-2029 einen „neuen Ansatz“ in der Wettbewerbspolitik angekündigt, der besser auf gemeinsame europäische Ziele abgestimmt und förderlicher für Unternehmen ist, die auf globalen Märkten expandieren. Vor diesem Hintergrund überarbeitet die Europäische Kommission ihre Fusionskontrollleitlinien, die seit rund 20 Jahren unverändert sind und die die Grundlage für die Beurteilung von Unternehmenszusammenschlüssen bilden.
Ergebnisse des Koalitionsausschusses: Positives Zeichen für den gemeinsamen Reformwillen und die Arbeitsfähigkeit der Koalition, aber kein kraftvoller Wachstumsimpuls
Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin, zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: „Positives Zeichen für den gemeinsamen Reformwillen und die Arbeitsfähigkeit der Koalition, aber kein kraftvoller Wachstumsimpuls.“
Steueromnibus als Chance für echte Vereinfachung und Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit
Die EU Kommission plant für Ende Juni 2026 einen Steueromnibus zur Vereinfachung der direkten Steuern. Doch echte Entlastung entsteht nur, wenn Überschneidungen konsequent abgebaut und investitionshemmende Regelungen korrigiert werden. Warum ein Minimalkompromiss nicht reicht und wo dringend angesetzt werden sollte, zeigen wir hier.
EU-Luftfahrtstrategie
Der Luftverkehrssektor der EU ist eine Schlüsselbranche für Innovation, Sicherheit und Resilienz – er gewährleistet Mobilität, technologische Führungsrolle und Klimaschutz. Hohe Kosten und einseitige Regulierung bedrohen jedoch die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Jetzt sind entschlossene Maßnahmen erforderlich: faire Wettbewerbsbedingungen, die Förderung nachhaltiger Technologien und der Abbau von Bürokratie, um Europas Zukunft im globalen Wettbewerb zu sichern!
Unternehmen stärken ihre Resilienz – aber sie können es nicht allein
Geopolitische Spannungen, gestörte Lieferketten und veränderte Energiemärkte haben wirtschaftliche Resilienz zu einer Kernaufgabe der deutschen Industrie gemacht. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Große Unternehmen stärken ihre Widerstandsfähigkeit proaktiv mit konkreten Strategien und Investitionen. Die hohen Kosten dafür tragen sie meist selbst. Dauerhafte Krisenfestigkeit entsteht jedoch nur im Schulterschluss mit den staatlichen Akteuren.
Nationale Luftfahrtstrategie
Deutschlands Luftfahrt ist Schlüsselbranche für Innovation und Sicherheit – sie sorgt für Mobilität, Technologieführerschaft und Klimaschutz. Doch hohe Kosten und einseitige Regulierung gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Jetzt braucht es entschlossene Maßnahmen: faire Standortbedingungen, Förderung nachhaltiger Technologien und Bürokratieabbau. Gemeinsam stärken wir Deutschlands Zukunft im globalen Wettbewerb!
Digital Networks Act
The Digital Networks Act (DNA) presented an opportunity to introduce ambitious simplification and harmonisation, thereby significantly improving investment conditions and strengthening Europe’s overall competitiveness. While the commitment to deepening the single market is welcome, the proposal overall falls short of its own ambitions. Instead of fostering competitiveness and simplification, it introduces additional complexity, new obligations and further reporting requirements.