Globaler Wachstumsausblick 01/2026
Das weltwirtschaftliche Wachstum wird sich dieses Jahr leicht abschwächen. Die US-Konjunktur dürfte trotz der eigenhändig verursachten Angebotsschocks in der Migrations- und Handelspolitik aufgrund des KI-Booms und der Steuergesetzgebung erneut mit zwei Prozent wachsen. Die Wirtschaft im Euroraum dürfte im Jahresdurchschnitt leicht nachgeben und mit 1,1 Prozent wachsen, Deutschland mit einem Prozent. Während die inländischen Wachstumskräfte allmählich anziehen, belastet der Außenhandel vor allem im ersten Halbjahr noch das Wachstum in Deutschland und der EU.
Globaler Wachstumsausblick 01/2025: Die schwache Erholung der Weltwirtschaft droht abrupt zu enden
2025 wird das wirtschaftliche Wachstum der Weltwirtschaft auf 2,7 Prozent zurückfallen. Die amerikanische Volkswirtschaft dürfte nächstes Jahr um knapp zweieinhalb Prozent (2,4 Prozent) wachsen. Im Fall neuer Zölle der USA droht der EU ein Wachstumseinbruch, einzelnen Ländern die Rezession. Deutschland bleibt im Zangengriff von schwacher Weltnachfrage und inländischen Standortproblemen.
Globaler Wachstumsbericht: Transatlantische Schwächeperiode
Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich auf gut 2,25 Prozent im kommenden Jahr belaufen – nach drei Prozent im laufenden Jahr. Der transatlantische Wirtschaftsraum wird eine ausgeprägte Schwächephase durchlaufen. Diese dürfte im Euroraum länger andauern als in den Vereinigten Staaten. Gut drei Viertel des Wachstums in der Welt werden im Jahr 2023 auf den Asien-Pazifik-Raum entfallen, 2024 noch drei Fünftel.
Klimariese in Ketten – Der Kombinierte Verkehr Straße/Schiene
Der Kombinierte Verkehr ist das Schienensegment im Güterverkehr mit dem bei weitem größten Wachstumspotential. Deshalb kommt ihm für das Ziel, mehr Güter auf die Schiene zu bringen, eine herausragende Rolle zu. Die Deutsche Industrie legt Vorschläge vor, wie die Politik national und in der EU den Kombinierten Verkehr stärken und noch attraktiver für die Auftraggeber von Transporten machen kann.
Chinas Wirtschaft 2022 – Die Erholung stockt
In den ersten drei Quartalen in 2021 konnte China ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Das vierte Quartal war allerdings verhältnismäßig schwach. Grund dafür sind ein verlangsamtes Wachstum des pro-Kopf-Einkommens und eine schwächelnde Produktion. Turbulenzen am Immobilienmarkt beeinträchtigten das Wachstum ebenfalls. Aufgefangen wurde dies vor allem durch Chinas Exporte. Der Ausblick für 2022 bleibt durchwachsen.
Globaler Wachstumsausblick I/2022: Die Weltwirtschaft im Corona-Zyklus
Die Weltwirtschaft legt dieses Jahr voraussichtlich mit gut vier Prozent zu und bleibt auf dem Kurs aufholenden Wachstums. Die Beeinträchtigungen durch die Pandemie setzen sich fort, wenn auch etwas schwächer als zuvor. Auch die Angebotsengpässe in einer Vielzahl von Marktsegmenten werden zumindest das erste Halbjahr noch prägen, dann jedoch allmählich nachgeben. Die internationale Bekämpfung der Pandemie insbesondere in Entwicklungsländern liegt deutlich hinter dem ohnehin unzureichenden Zeitplan zurück. Dies schafft dauerhafte Risiken für die weltweite Erholung.
Globaler Wachstumsausblick 06/2021
Unter Biden sind die Vereinigten Staaten derzeit die Lokomotive der Weltwirtschaft. Die USA sorgen mit kräftigen Haushaltsimpulsen für hohes Wachstum. Europa schließt nun auf. Die Pandemie bleibt ein großes Risiko im Süden. Zur Überwindung der Pandemie muss die globale Impfkampagne mit einer Finanzierung von insgesamt 50 Milliarden Euro ausgestattet werden. Sonst drohen Mutationsrisiken weltweit.
Quartalsbericht Deutschland II/2021
Im ersten Quartal sank die reale Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorzeitraum. Mit zunehmenden Lockerungen dürfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal aber wieder auf Wachstumskurs einschwenken. Die Industrie zeigte sich von der dritten Pandemiewelle unbeeindruckt. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe liegt das zweite Quartal in Folge über Vorjahresniveau. Kapazitäten in der Industrie sind bereits höher ausgelastet als vor der Krise.
Globaler Wachstumsausblick 09/2020
Europa wächst, aber ohne dringend nötige Reformen
Die EU-Wirtschaft wird dieses Jahr um rund zwei Prozent wachsen. Nach 2,4 Prozent im vergangenen Jahr ist damit der Konjunkturhöhepunkt überschritten. Auch wenn sich weiterhin moderates Wachstum abzeichnet, fehlt es an Reformen. Die Frage, welches Land aktuell Strukturreformen durchführe, stand deshalb im Fokus des Brüsseler Econ Jour Fixe, einem regelmäßigen Treffen von EU-Ökonomen der Verbände, Gewerkschaften, europäischen und internationalen Institutionen sowie Think Tanks.
Aufschwung ohne Schwung – Reformkurs angesichts Unsicherheit fortsetzen
Die EU-Wirtschaft wird 2017 nach Erwartungen der Europäischen Kommission um 1,8 Prozent wachsen, jene im Euroraum um 1,6 Prozent. Erstmals seit zehn Jahren wird das Bruttoinlandsprodukt in allen EU-Mitgliedstaaten zulegen, am stärksten in Rumänien und Irland. Deutschland liegt im Wachstums-Ranking auf Platz 15 der 28 EU-Volkswirtschaften.
Wachstumsausblick Europa 03/2017
Die EU-Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Erwartungen der Europäischen Kommission um 1,8 Prozent wachsen, jene im Euroraum um 1,6 Prozent. Erstmals seit zehn Jahren dürfte das Bruttoinlandsprodukt in allen EU-Mitgliedstaaten zulegen, am stärksten in Rumänien und Irland. Nichtsdestotrotz benötigt der Euroraum dringend eine konsequente Reformpolitik. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit entwertet schnell und dauerhaft Know-how. Die rasche Deregulierung von Produkt- und Dienstleistungsmärkten würde Jobs schaffen, Preise betroffener Güter senken und die Ungleichheit verringern.
Globaler Wachstumsausblick 01/2017
Die Weltwirtschaft wird 2017 deutlich anziehen. Die größten Impulse werden wohl ab dem Sommer durch die neue US-Administration unter Donald Trump gegeben. Der Dollar wird im Jahresverlauf um fünf bis zehn Prozent gegenüber den wichtigsten Weltwährungen aufwerten, während der Euroraum und Japan einen moderaten Impuls für die Nettoexporte und die Investitionstätigkeit erhalten werden. In wichtigen Schwellenländern wird hingegen die Verwundbarkeit gegenüber einer hohen Dollarverschuldung des privaten Sektors bei steigenden Zinsen in den USA und einem aufwertenden Dollar bedeutsamer.
Europas Wirtschaft wird 2017 nur mäßig wachsen
In diesem Jahr wächst das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union mit rund 1,7 Prozent. Für 2017 erwartet der BDI ein Wachstum unter 1,5 Prozent. Die Gründe für die Abflachung sind fehlende Impulse der Wirtschaftspolitik. Wichtige Strukturreformen zur Modernisierung der europäischen Wirtschaft bleiben aus. Der BDI fordert ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Steigerung der Produktivität.
Wachstumsausblick Europa 10/2016
Die Wirtschaft der Europäischen Union dürfte im Jahr 2016 um 1,7 Prozent wachsen, und jene im Euroraum um 1,6 Prozent. Das britische Referendum hat die Märkte jedoch vorerst aus der Bahn geworfen und für Volatilität gesorgt. Die Geldpolitik der EZB stößt außerdem zunehmend an ihre Grenzen, deren Impuls auf das Wachstum ohne Unterstützung der Struktur- und Fiskalpolitik versiegen könnte. Die Wachstumsschwäche, die sich weltweit bemerkbar macht, erfordert schon jetzt ein ambitioniertes Gegensteuern der Wirtschaftspolitik. Die Finanzpolitik muss vorhandene Spielräume nutzen, um Wachstum und Produktivität zu steigern, sowie für industrie- und innovationspolitische Impulse in den Mitgliedstaaten sorgen.
Europas Konjunktur hält sich wacker
Die Wirtschaft der Europäischen Union dürfte im Jahr 2016 um 1,7 Prozent wachsen, und jene im Euroraum um 1,6 Prozent. Die Erholung am Arbeitsmarkt stützt den Privaten Konsum, der weiterhin größter Wachstumstreiber bleibt. Die Investitionen kommen nicht recht vom Fleck und liegen unter dem Vorkrisenschnitt. Auf Grund des stockenden Welthandels ist der Beitrag der Nettoexporte zum BIP-Wachstum sogar leicht negativ.
Globaler Wachstumsausblick 06/2016
Die Weltwirtschaft driftet seitwärts. Rund drei Prozent reales Wachstum sind in diesem Jahr wahrscheinlich. Das entspricht lediglich dem Vorjahrestempo. Lateinamerika und die GUS-Staaten durchlaufen regionale Rezessionen, und Afrika südlich der Sahara weist eine schwache Entwicklung auf. Die Industrieproduktion, der Welthandel und die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen dürften sich dieses Jahr nur sehr leicht erhöhen. Die Industrieproduktion wird sich wohl in diesem Jahr kaum vom schwachen Pfad (2015: 1,9 Prozent) erholen und schwacher wachsen als die Wirtschaftsleistung. Eventuell kann der Welthandel mengenmäßig wenigstens um drei Prozent wachsen. Ausländische Direktinvestitionen waren 2015 übernahmegetrieben. Für einen echten Trendwechsel hin zu realen Investitionen in neue Kapazitäten spricht wenig.
Wachstumsausblick Europa 10/2015
Die Europäische Union dürfte im Jahr 2015 um 1,8 Prozent wachsen, der Euroraum um 1,5 Prozent. Wachstumstreiber dürfte insbesondere der Private Konsum sein, aber auch die Investitionen springen langsam an. Die Situation am Arbeitsmarkt verbessert sich, aber die hohe Arbeitslosigkeit bleibt ein Wermutstropfen. Die expansive Geldpolitik der EZB zeigt Wirkung, jedoch müssen sich die meisten EU-Mitgliedstaaten für Wachstum auf breiter Basis weiter anstrengen.