
Wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert: Europas Life-Sciences-Sektor stärken
Geopolitische Spannungen und immer komplexere Herausforderungen durch die technologische und demografische Entwicklung erhöhen den Druck auf die Unternehmen. Dennoch bleibt die europäische Politik hinter den Erwartungen zurück: Hohe Produktions- und Energiekosten, regulatorische Hürden und unzureichende F&E-Finanzierung hemmen die Innovationskraft. Mit nur 2,11 % des BIP für F&E-Investitionen liegt die EU hinter globalen Innovationsführern wie den USA. Dies schwächt den europäischen Life-Sciences-Sektor und lenkt Investitionen in andere Regionen, zunehmend vor allem in die USA und China um. Ohne strategische Anpassungen drohen der EU langfristig Einbußen in der Wettbewerbsfähigkeit des Life-Sciences-Sektors und der Entwicklung notwendiger Gesundheitsinnovationen für ihre Bürgerinnen und Bürger.
Die Life-Sciences-Industrie sollte als Motor für Europas strategische Autonomie, Wirtschaft und Sicherheit sowie als Kernstück der EU-Industriepolitik betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund fordern europäische Wirtschaftsverbände eine umfassende Life-Sciences-Strategie, um die Wettbewerbslücke zu anderen führenden Regionen zu schließen. Diese Strategie konzentriert sich auf drei Hauptziele:
- Die EU zu einem globalen Forschungs- und Innovationszentrum für Life Sciences machen: Durch die Förderung wettbewerbsfähiger Cluster, die Optimierung der F&E-Ausgaben und die Verbesserung des Binnenmarktes für Innovation kann die EU ihre Wettbewerbsfähigkeit, gesundheitliche Widerstandsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke ausbauen.
- Die EU als attraktiven Standort für Investitionen, Unternehmensgründungen und Wachstum im Bereich Life Sciences positionieren: Die Schaffung eines vorhersehbaren regulatorischen Umfelds mit starken Schutzrechten für geistiges Eigentum und gezielten Anreizen für langfristige Investitionen ist essenziell, um Innovationen zu fördern und die globale Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Life Sciences zu stärken.
- Die EU zu einem führenden Produktionsstandort für Life Sciences machen: Die EU sollte sich mit einer belastbaren Infrastruktur, effizienten Genehmigungsverfahren, wettbewerbsfähigen Steuerregelungen und dem Zugang zu qualifizierten Fachkräften als zentrales Produktionszentrum im Bereich Life Sciences etablieren. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die Schaffung eines europäischen Raums für Gesundheitsdaten in enger Zusammenarbeit mit der Life-Sciences-Industrie.
Der BDI unterstützt daher die Forderung einer Life-Sciences-Strategie für eine gesündere, widerstandsfähigere und wettbewerbsfähigere Zukunft.
Weitere Details zu den Empfehlungen sind in diesem Positionspapier zu finden.
A Blueprint for Competitiveness: Elevating Europe’s Life Science Sector
The industrial healthcare sector has a strong strategic importance for Europe’s competitiveness and future viability. The joint strategy paper of the BDI with Confindustria (Italian industrial association), the Federation of Austrian Industries (IV) and DI (Danish Industries; Danish Industrial Association) analyses the current situation and prospects of the life sciences sector in Europe. In addition, concrete recommendations for action are drawn up to secure the innovative strength of the life sciences industry for the future.

