Die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion darf nicht ins Stottern geraten
Gerade die globalen Veränderungen wie die überraschenden Ergebnisse des britischen Referendums oder der US-amerikanischen Präsidentenwahl erfordern eine starke und krisensichere EWWU. Die Politik in Brüssel und Berlin hat dies jedoch etwas aus den Augen verloren. Der BDI und die Konrad-Adenauer-Stiftung haben Mitte November mit einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit europolitischen Expertinnen und Experten frischen Wind in den Prozess gebracht.
Reformen müssen clever in gemeinsame Pakete geschnürt werden
Eine der Schlussfolgerung der Diskussion mit Vertretern der OECD, EZB, der europäischen Institutionen, Sozialpartnern und Think Tanks betraf die Umsetzung von Reformen in den Mitgliedstaaten. Viele davon scheitern, weil sie negative Effekte auf einzelne Gruppen hätten. Diese könnten durch kluge Reformbündel minimiert werden. Die Politik ist jedoch nicht daran gewöhnt, wirtschaftspolitische Instrumente in Paketen gemeinsam umzusetzen.