Carbon Capture: Kohlenstoffkreisläufe für den Klimaschutz
Die Industrie steht auf dem Weg zur Klimaneutralität vor einer gewaltigen Transformationsaufgabe. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, müssen alle technologischen Optionen transparent diskutiert werden. Die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff (Carbon Capture and Utilisation, CCU und Carbon Capture and Storage, CCS) bietet gerade in der Grundstoffindustrie wichtige Chancen für den klimagerechten Umbau.
Wir lieben die Industrie. Wir lieben die Ehrlichkeit. Wir lieben die Zukunft.
Kollektive Thesen der Young Leaders zur Beschleunigung der Green Transformation.<br />Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie. Klimaschutz auch. Zumeist wird er als eine technische, finanzielle und juristische Herausforderung verstanden. Das Land aber braucht mehr – eine Erzählung, ein optimistisches Aufbruchsnarrativ als kollektives emotionales Fundament. Ohne gesellschaftliche Akzeptanz wird diese historische Aufgabe nicht gelingen.
Die Bedeutung von negativen Emissionen für die Pariser Klimaziele
Kaum ein Modellszenario zum Anderthalb- oder Zwei-Grad-Klimaziel kommt ohne sie aus: negative Emissionen, das Entziehen von CO2 aus der Atmosphäre. Doch das, was sich in den Szenarien findet, spiegelt sich nicht in den aktuellen Handlungsplänen wider, schreibt Sabine Fuss vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change. Es ist eine immense Herausforderung, Technologien und Praktiken zur CO2-Entnahme hoch zu skalieren.
Wie Kohlenstoff intelligent im Kreislauf geführt werden kann
Bis 2050 soll Europa klimaneutral werden. Dafür braucht es neben Technologien zur direkten Vermeidung von Treibhausgasemissionen auch eine Debatte über die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2. Darüber diskutierten Viviane Raddatz (WWF Deutschland), Dr. Oliver Geden (Stiftung Wissenschaft und Politik) sowie Christoph Reißfelder (HeidelbergCement) mit dem BDI.
„Klimaschutz ist eine Frage des Willens“
Die technischen Voraussetzungen, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, sind bereits vorhanden. Davon ist Max Viessmann überzeugt. Der Co-CEO der Viessmann Group, zuständig für das digitale Geschäft, sagt, wir brauchen smarte Lösungen – und mehr Mut.
„Technisch ist grüner Stahl machbar“
Im Projekt SALCOS projektiert der Stahlkonzern Salzgitter ein neues Produktionsverfahren in industriellem Maßstab, bei dem Wasserstoff statt Kohle eingesetzt wird, um eine emissionsarme Stahlerzeugung zeitnah zu verwirklichen. Was heute schon möglich ist und wo die Herausforderungen liegen, erklärt Volker Hille, Leiter Corporate Technology Salzgitter AG.
„Wir formen cross-industrielle Verbünde“
Mit Carbon2Chem sucht thyssenkrupp einen Weg, die in der Stahlproduktion anfallenden Gase direkt in der Chemieproduktion einzusetzen, um so den CO2-Ausstoß zu senken. Markus Oles, Leiter Innovation Strategie und Projekte der thyssenkrupp AG erklärt, warum das ein vielversprechender Weg ist.
Wie Spitzenforschung die Vision einer klimaneutralen Industrie vorantreibt
Um CO2-Emissionen in der Produktion zu reduzieren, entwickeln Unternehmen und Forschungsinstitute industriespezifische Technologien. Wie energieintensive Industriebereiche dekarbonisiert werden können, erklärt Uwe Riedel, kommissarischer Leiter des DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse.
Ohne technologischen Fortschritt wird das Klimaproblem nicht gelöst
Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, und Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, sprachen mit den BDI-Young Leaders darüber, wie Klimabewegung und Industrie „ziemlich beste Freunde“ werden können.