Bürokratieabbau im Steuerrecht: BDI präsentiert konkrete Vorschläge
Der BDI hat in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden in zwölf Bereichen des Steuerrechts konkrete, praxisnahe Vorschläge zum Abbau steuerlicher Bürokratie entwickelt. Ziel ist es, eine entsprechende Gesetzesinitiative noch im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen. Ein neues Positionspapier des BDI fasst die Vorschläge prägnant und verständlich zusammen.
Die globale Mindeststeuer schafft Wettbewerbsnachteile für die europäische Wirtschaft
Die globale Mindeststeuer ist äußert komplex und schafft spürbare Wettbewerbsnachteile für Unternehmen in Europa, da zentrale Industriestaaten außerhalb Europas nicht teilnehmen. Notwendig ist eine europaweite temporäre Aussetzung der Mindeststeuer, damit strukturelle Vereinfachungen als tragfähige Lösungen entwickelt werden können, die den globalen Rahmenbedingungen Rechnung tragen.
Die Mindeststeuer unter Druck: Für eine wettbewerbsfähige und pragmatische europäische Steuerpolitik
Gegenmaßnahmen gegen in den USA tätige Unternehmen aus Ländern, die Teile des globalen Mindeststeuerabkommens umsetzen, werden immer wahrscheinlicher. Es drohen massive Wettbewerbsnachteile für global erfolgreiche deutsche Unternehmen. Es ist höchste Zeit, die Interessen der deutschen und europäischen Wirtschaft zu wahren und im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit zu handeln.
Neue Bundesregierung: Steuerpolitik für die ersten 100 Tage
Mit der Wahl des Bundeskanzlers hat die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen – begleitet von hohen Erwartungen angesichts der angespannten Wirtschaftslage. In den ersten 100 Tagen müssen nun entscheidende Weichen gestellt werden. Der Steuerpolitik kommt dabei besondere Bedeutung zu.
„Tax Forum Berlin“ am 7./8. April 2025: Das Flagship-Event zur Steuerpolitik für die Wirtschaft
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr mit mehr als 450 Teilnehmern veranstaltet der BDI auch in diesem Jahr am 7./8. April 2025 das „Tax Forum Berlin“ mit diversen Kooperationspartnern als großen Steuerkongress, zu dem der BDI herzlich einlädt.
BTW 2025 – Richtige Weichen in der Steuerpolitik stellen
Die vorgezogene Bundestagswahl steht kurz bevor und die Parteien haben ihre Wahlprogramme vorgelegt. Jetzt kommt es darauf an, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen, um die Wirtschaftsschwäche endlich zu überwinden und Deutschland aus der Strukturkrise zu führen. Der BDI schlägt dafür konkrete steuerpolitische Maßnahmen vor.
BTW25: Wettbewerbsfähiges Steuersystem und Anreize für private Investitionen
Die steuerlichen Rahmenbedingungen sind für deutsche Unternehmen ein Standortnachteil. Eine steuerpolitische Neuausrichtung ist dringend erforderlich, um den Standort Deutschland zu stärken. Die Steuerbelastung sollte auf maximal 25 Prozent gesenkt werden. Wachstumsimpulse erfordern Investitionsanreize, bessere Forschungsförderung und eine Modernisierung des Unternehmenssteuerrechts bei gleichzeitiger Bürokratieentlastung. Steuererhöhungen oder eine Vermögensteuer wären wachstumsfeindlich und sind abzulehnen.
Vorschläge zum Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht
Mit den Vorschlägen zum Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht liefert der BDI einen substanziellen Beitrag zur effektiven Entlastung der Unternehmen und der Verwaltung.<br />Die aus der Unternehmenspraxis zusammengetragenen Vorschläge zeigen einen Weg auf, mit dem Bürger- und Geschäftskundenportal MoeVe die Digitalisierung der Prozesse für beide Seiten zu ermöglichen. Der Aufbau einer Stammdatenbank und die Schaffung einer digitalen Schnittstelle sind hier grundlegende Forderungen. Für den Bürokratieabbau ist aber auch eine grundsätzliche Vereinfachung der notwendigen Steueranmelde- und Steuerentlastungsprozesse notwendig. Zum Rückgriff auf bereits vorhandene Daten (Marktstammdatenregister) sowie zur Reduzierung von Melde- und Prüfprozessen werden Vorschläge gemacht.<br />Ein nachhaltiger Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht erfordert darüber hinaus eine zwingende Kosten-Nutzen-Betrachtung bei Änderungen von Gesetzen und Verordnungen.
BDI zum Steuerfortentwicklungsgesetz: Steuerliche Maßnahmen der Wachstumsinitiative jetzt schnell umsetzen
Anlässlich der Anhörung zum Steuerfortentwicklungsgesetz äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Bund und Länder stehen in gemeinsamer Verantwortung, ein steuerliches Entlastungspaket für die Wirtschaft zu schnüren.“
Ab 2025 kommen Änderungen im Strom- und Energiesteuerrecht
Die Bundesregierung hat Ende Mai 2024 ein Gesetz zur Modernisierung und zum Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht in die parlamentarischen Beratungen eingebracht. Noch bis Ende des Jahres soll das Gesetz verabschiedet werden und zu Beginn 2025 in Kraft treten.
Verfassungsbeschwerde gegen die Weitererhebung des Solidaritätszuschlags
In einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) haben die Beschwerdeführer die Erhebung des Solidaritätszuschlags im Jahr 2020 sowie den nur unvollständigen Abbau des Solidaritätszuschlags im Jahr 2021 als verfassungswidrig bezeichnet. Der BDI hat sich in einer Stellungnahme zu der Verfassungsbeschwerde geäußert und unterstützt die Forderung eines vollständigen Abbaus des Solidaritätszuschlags für alle Steuerpflichtigen.
Digitalisierung und Bürokratielasten – Tagungsbericht vom 7. Berliner Umsatzsteuertag
Mitte März 2024 fand der 7. Berliner Umsatzsteuertag statt. Die politische Vorabenddiskussion über die Chancengleichheit europäischer Unternehmen im E-Commerce und die Schwerpunkthemen der Konferenz mit der Diskussion um die europäischen Pläne zur Einführung eines elektronischen Meldesystems und der elektronischen Rechnung (eRechnung) in Deutschland verdeutlichten die Herausforderungen und zeigten: Eine Vereinfachung des Mehrwertsteuersystems ist notwendig.
Tax Forum Berlin 2024: Neues Flagship-Format zur Steuerpolitik für die Wirtschaft
Die Steuerpolitik ist ein entscheidender Hebel, um das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft zu stärken. Der BDI hat mit dem neuen Format „Tax Forum Berlin 2024“ eine notwendige Debatte über den Reformbedarf in Deutschland angestoßen.
Hängepartie um das Wachstumschancengesetz endlich beendet
Die politische Hängepartie um das Wachstumschancengesetz ist zu Ende – das Gesetz wurde Mitte März 2024 in einer sehr reduzierten Fassung endlich verabschiedet. Das Gesetz ist ein erster Schritt zur Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen. Einen deutlich spürbaren Wachstumsimpuls werden diese steuerlichen Entlastungen jedoch nicht setzen.
Abgehängt im Steuerwettlauf
Kann Deutschland steuerpolitisch im globalen Wettbewerb noch mithalten? Der BDI hat in einer neuen Studie die steuerpolitischen Rahmenbedingungen mit anderen wesentlichen Industriestaaten und internationalen Wettbewerbern verglichen. Dabei bestätigt sich: Die Steuergesetzgebung und steuerliche Prozesse stellen für die deutschen Unternehmen zunehmend einen Wettbewerbsnachteil dar.
Aktuelle steuerpolitische Gesetzgebungsverfahren
Wesentlichen Verfahrensschritte der aktuellen steuerpolitischen Gesetzgebungsverfahren
Die elektronische Rechnungspflicht – Anforderungen und offene Fragestellungen
Mit dem Wachstumschancengesetz soll die Einführung der allgemeinen elektronischen Rechnung im unternehmerischen Bereich (B2B) erfolgen. Damit werden die Voraussetzungen zur Einführung des geplanten europäischen und nationalen transaktionalen Meldesystems gelegt. Ziel ist es, mit den Möglichkeiten der Digitalisierung die Betrugsanfälligkeit des Mehrwertsteuersystems zu bekämpfen und die Finanzverwaltung zu modernisieren.
Zukunftsfähige Steuerpolitik für den Wirtschaftsstandort Deutschland
Es ist Zeit, unser Steuersystem in der 20. Legislaturperiode zukunftsfähig zu machen, um die Unternehmen angesichts der hohen Energiepreise und eines zunehmenden Standortwettbewerbs zu stärken. „Steuerpolitik der Zukunft“ setzt sich für wettbewerbsfähige und krisenfeste Unternehmensteuern in Deutschland ein.
BDI zum Wachstumschancengesetz: „Verbesserungen ja, aber keine neue Bürokratie“
BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner äußert sich zur Anhörung zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Wachstumschancengesetzes im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages.
Wachstumschancengesetz: Aktuelle Entwicklungen
Das Wachstumschancengesetz soll die wesentlichen im Koalitionsvertag angekündigten steuerpolitischen Maßnahmen umsetzen. Dazu gehören Regelungen, die Investitionen der Unternehmen anregen sollen – wie die Investitionsprämie, verbesserte Forschungs- und Entwicklungsförderung sowie die Wiedereinführung der degressiven Afa – und ihre Liquidität steigern sollen – wie die verbesserte Verlustverrechnung. Allerdings beinhaltet es auch Regelungen, die zusätzlich Bürokratie erzeugen – wie die Meldepflicht nationaler Steuergestaltungen – und Investitionen in Deutschland massiv hemmen – wie die Verschärfung der Zinsschranke und Einführung der Zinshöhenschranke.