China in der Welthandelsorganisation
Mit dem Beitritt der Volksrepublik China zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 waren weltweit große Hoffnungen verbunden. So sollte die Einbindung des aufstrebenden Landes in die multilaterale Organisation als Katalysator für weitreichende Strukturreformen wirken und freies unternehmerisches Handeln in China fördern. Diese Hoffnungen wurden weitestgehend enttäuscht.
Die Digitalisierung des Welthandels
Die neue EU-Handelsstrategie legt einen besonderen Fokus auf den digitalen Handel. Dieser erweitert den Welthandel nicht nur um einen weiteren Wirtschaftssektor, sondern verändert vielmehr bestehende Handels- und Produktionsstrukturen. Jedoch wird das Potential des digitalen Handels aufgrund bestehender Lücken des globalen Handelsregimes bisher nicht voll ausgeschöpft. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Rechtssicherheit hergestellt und Protektionismus eingeschränkt, ein freier grenzüberschreitender Datentransfer gewährleistet sowie geistiges Eigentum geschützt und interoperable, marktbasierte Normen und Standards gefördert werden.