Auf dem Weg zu einem Programm für Forschung und Innovation im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens
Europa verliert im globalen Innovationswettlauf zunehmend an Boden. In einem neuen Positionspaper spricht sich der BDI dafür aus, Forschung und Innovation ins Zentrum der europäischen Wirtschaft zu rücken – mit einem eigenständigen Budget, weniger Bürokratie und mehr Anreizen für die Industrie.
Elemente einer nationalen Mikroelektronik-Strategie
Das Papier "Elemente einer nationalen Mikroelektronik-Strategie" bietet umfassende Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen, um Deutschland und die EU in diesem entscheidenden Technologiebereich zu stärken. Die Kernforderungen der nationalen Mikroelektronik-Strategie umfassen die Stärkung der gesamten Mikroelektronik-Wertschöpfungskette, die Förderung von Synergien zwischen Forschung und Industrie, die Berücksichtigung der Anwenderbedarfe, Investitionen in Zukunftstechnologien und die Sicherung von Fachkräften.
In Forschung investieren, Innovationskraft sichern. Für eine wettbewerbsfähige Zukunft Europas
Eine starke Wirtschaft braucht starke Innovationen. Deshalb ist es in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und Umbrüche jetzt entscheidend, eine strategisch ausgerichtete und aufeinander abgestimmte Industrie- und Innovationspolitik aufzustellen, um Europa für die Zukunft als Innovations- und Wirtschaftsstandort stark zu machen. Denn Forschungsstärke und Innovationskraft sind nicht nur die Basis für Wachstum und Wohlstand. In Zukunft bestimmen sie auch darüber, ob die Europäer ihre Werte im globalen Wettbewerb der Regionen verteidigen können und in Demokratie, Freiheit und Stabilität leben werden. Längst ist Innovationspolitik auch ein geopolitisches Instrument geworden, welches zunehmend strategisch eingesetzt wird. Der Blick in die Vereinigten Staaten und China weisen klar die Richtung auf: Beide Nationen geben hunderte Milliarden US-Dollar aus, um sich in bestimmten Kernbereichen einen Innovations- und Technologievorsprung zu verschaffen.
In Forschung investieren. Innovationskraft sichern.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und Umbrüche ist es entscheidend, eine strategisch ausgerichtete und aufeinander abgestimmte Industrie- und Innovationspolitik aufzustellen. Ziel dabei muss es sein, Europas Technologieführerschaft in der Welt zu sichern und gleichzeitig die zentralen Herausforderungen wie Klimawandel, demographischer Wandel, Ressourcenknappheit und Urbanisierung gemeinsam anzugehen. Die Europäische Forschungs- und Innovationspolitik ist dabei ein entscheidender Hebel, der durch eine ganzheitliche Industriestrategie ergänzt werden muss.
„Dual Use“ Forschungsförderung
Der BDI unterstützt die Initiative der Europäischen Kommission zur effektiveren Förderung von Technologien mit potenziell doppeltem Verwendungszweck („Dual Use“). Es ist ein richtiger Schritt, die Synergien zwischen ziviler und nicht-ziviler Forschung zu stärken. Ziel muss es dabei sein, die Spill-Over Effekte aus der Verteidigungs- und Dual-Use-Forschung für den zivilen Bereich und wechselseitig die aus der zivilen Forschung für die Verteidigung zu generieren und zu stärken. Dabei ist unbedingt zu vermeiden, dass die Stärkung der Forschung für den Verteidigungsbereich am Ende auf Kosten der zivilen Forschung geht. Nach Ansicht des BDI erscheinen alle drei von der EU vorgeschlagenen Optionen nicht voll überzeugend, um den grundsätzlichen Rückstand in der Entwicklung von wettbewerbsfähiger Technologie mit potenziell doppeltem Verwendungszweck wettzumachen. Für den Erfolg der Maßnahmen kommt es am Ende auf die konkrete Ausgestaltung dieser an.
Potenziale und Herausforderungen industriellen Transfers
Transfer ist zentraler Baustein einer wettbewerbsfähigen, innovativen Volkswirtschaft. Damit er gelingt, sind eine starke Forschungslandschaft, gute rechtliche Rahmenbedingungen sowie verlässliche Förderprogramme für die Industrie entscheidend. Um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, hat der BDI Maßnahmen zur Weiterentwicklung des deutschen Forschungsökosystem identifiziert.
Referentenentwurf für ein Medizinforschungsgesetz
Der BDI begrüßt ausdrücklich das überfällige Ziel des Medizinforschungsgesetzes (MFG), die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Zulassung und Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten zu verbessern. Auch wenn der Referentenentwurf MFG gezielt Hürden angeht, die den Forschungs- und Studienstandort bremsen, reichen die geplanten Maßnahmen aus Sicht des BDI nicht aus, um den Gesundheitswirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfest aufzustellen.
Industrielle Gesundheitswirtschaft: Wohlergehen, Wachstum und Wertschöpfung
Die industrielle Gesundheitswirtschaft spielt in der modernen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Die Branche arbeitet stetig an innovativen Technologien und erforscht effiziente Lösungen für eine bessere Gesundheitsversorgung. Ihr Beitrag ist elementar für die Gesundheit der Menschen, die Gesellschaft und die Volkswirtschaft. Zudem ist die Gesundheitswirtschaft von grenzüberschreitender Bedeutung.
Brainlab: Mit softwarebasierter Medizintechnologie Krebs bekämpfen
Das Münchner Unternehmen Brainlab ist seit mehr als 25 Jahren Wegbereiter der digitalen Medizintechnik. Mit seinen innovativen Software- und Hardware-Lösungen in den Bereichen Chirurgie und Radiotherapie treibt es die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran und eröffnet Patientinnen und Patienten neue Perspektiven – zum Beispiel in der Krebstherapie.
Der Rahmen muss stimmen: Wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen gelingt
Die Digitalisierung erzeugt große Datenmengen – auch im Gesundheitswesen. Damit die Daten für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie in der Forschung genutzt werden können, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Hier gibt es einiges zu tun.
Transformationsstudie: Regionen in Deutschland unterschiedlich stark von industriellem Wandel betroffen
Die heutige Regionalförderung leistet keinen systematischen Beitrag, um die Transformation zu Klimaneutralität und Digitalisierung sicherzustellen. Eine neue Studie des Netzwerks Zukunft der Industrie zeigt, dass eine Zeitenwende bei der Wirtschaftsförderung nötig ist: eine Politik, die sich hauptsächlich auf strukturelle Schwächen konzentriert, trägt nicht effektiv zur Bewältigung der Transformationsherausforderungen bei.
Elektromobilität – die Zukunft ist jetzt
Die Elektromobilität ist ein zentraler Baustein für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Mobilitätssystem – und bietet enorme Chancen für den Standort Deutschland.
Innovationsindikator 2023: Deutschland auf Rang 10 von 35 Volkswirtschaften – zu wenig Innovationsdynamik spürbar
Stabil, aber zu wenig dynamisch – so lässt sich Deutschlands Innovationssystem im Ergebnis des aktuellen Innovationsindikators 2023 beschreiben. Im Vergleich der 35 Volkswirtschaften liegt Deutschland mit 45 von 100 möglichen Punkten auf Platz 10 des Gesamtrankings.
Innovationsindikator 2023
Die Schweiz, Singapur und Dänemark belegen im neuen Innovationsindikator 2023 die ersten Plätze. Deutschland folgt mit deutlichem Abstand auf dem zehnten Platz. Unser nationales Innovationssystem ist dabei noch(!) stabil, leidet aber unter viel zu wenig Dynamik und Investitionen. Es muss insgesamt neu ausgerichtet werden in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Große Chancen liegen für Deutschland im Wechselspiel Innovation und Nachhaltigkeit.
Neues auf Spitzenniveau schaffen
Innovationen bilden die Lebensader jedes modernen Staates. Überall in Deutschland entstehen heute neue Ideen, Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die unsere Lebensqualität verbessern und Fortschritt ermöglichen – in Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen. Damit wir auch in Zukunft weiter zu den innovativsten Ländern der Welt zählen, müssen staatlich geförderte Rahmenbedingungen zielgenau ausgestaltet sein.
Heute schon wie morgen fahren
Was werden Autos, Busse, Bahnen und Lkws in Zukunft alles können? Aktuelle Reiseerlebnisse aus der mobilen Welt von morgen – ein Zukunftsausblick.
#WirMachen Forschung und Innovation: Empfehlungen für die 20. WP
Die weltweite COVID-19 Krise hat auch die deutsche forschende Industrie mit aller Härte getroffen und kann die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft schwächen, insofern man nicht dagegen arbeitet. Daher ist die Unterstützung seitens nationaler, aber auch europäischer Legislatoren und Innovatoren essentiell, um die Herausforderungen der Zeit zu bewältigen. Mit geeigneter Industriepolitik, agiler Zusammenarbeit und verbesserten Wissenschaftssystemen lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sichern.
Wissenschafts- und Innovationssystem: Die nächste Ausbaustufe zünden
Die Corona-Pandemie hat vor Augen geführt, wie wichtig Wissenschaft und Innovation für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft sind. Wir haben zugleich gesehen, wie groß das Potenzial Deutschlands in diesem Bereich ist. Nutzen wir diese Einsicht: Zünden wir die nächste Ausbaustufe unseres Wissenschafts- und Innovationssystems. Machen wir es agiler, ambitionierter und resilienter. Die gemeinsame Veröffentlichung von 24 Wirtschafts- und Wissenschaftsverbände, darunter der BDI, nimmt sechs Handlungsfelder in den Blick, die dafür zentral sind.
Szenarien der Globalisierung – Herausforderungen und Handlungsoptionen
Deutschland steht im globalen Systemwettbewerb. Doch wie wird er sich weiterentwickeln? Verschärft sich der Konflikt zwischen China und den USA? Gelingt es der EU, zum Global Player der Weltpolitik zu werden? BDI und Bertelsmann Stiftung haben mögliche Szenarien ausgearbeitet und Unternehmen gefragt, was die verschiedenen Varianten konkret für ihre Märkte, Lieferketten, ihre Forschung und Entwicklung sowie Personalgewinnung bedeuten würde. Und welche Weichen die Politik heute stellen muss.
Zukunftsfonds für Deutschlands Startups ausbauen
Startups in Deutschland sind Motor des strukturellen Wandels. Trotz der internationalen Aufmerksamkeit für die deutsche Gründerszene ist der nationale Wagniskapitalmarkt im internationalen Vergleich weiterhin recht klein. In anderen Ländern wird ein Vielfaches an Kapital in die jungen Unternehmen investiert. Der Zukunftsfonds Deutschland soll diese Lücke schließen.