Global Governance: Die Globalisierung politisch gestalten
Deutschland ist eines der am stärksten globalisierten Länder weltweit. Wie kaum ein anderes Land hängt Deutschlands Wohlstand von offenen und regelbasierten Märkten für Handel und Investitionen ab. Global Governance – die Gestaltung der Globalisierung – ist heute wichtiger denn je. Denn die multilaterale Ordnung ist unter Beschuss.
Die Business 20: Die Stimme der G20-Wirtschaft
Die Gruppe der 20 (G20), der Zusammenschluss von 19 führenden Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, ist zu einem zentralen Forum der Global Governance geworden. Um ihr Mandat zu erfüllen, ein starkes, ausgeglichenes und nachhaltiges Wachstum zu fördern, ist die G20 auf die Expertise der Wirtschaft angewiesen. Dies leistet die Business 20 (B20), die Stimme der Wirtschaft der G20-Länder.
Die Weltwirtschaft in schwierigem Fahrwasser – Business 20 so gefragt wie nie
Das Weltwirtschaftswachstum hat an Schwung verloren; Protektionismus und nationale Alleingänge sind en vogue. Die Welthandelsorganisation (WTO) ist unter Beschuss. Umso wichtiger ist eine starke Stimme der Wirtschaft, meint Außenwirtschaftsexpertin Stormy-Annika Mildner. Die Rolle der Business 20 sei so wichtig wie nie zuvor.
Für offene Märkte und inklusives Wachstum
Mit Blick auf die wachsende Globalisierungskritik hat die B20 ein öffentliches Statement an die G20-Sherpas gerichtet, die zum ersten Mal unter deutscher G20-Präsidentschaft zusammentrafen. Regierungen und Wirtschaft müssten Globalisierungseffekte besser vermitteln und sicherstellen, dass alle an den Vorteilen offener Märkte teilhaben könnten, heißt es in der Erklärung von 48 führenden Wirtschaftsvertretern.