Strategische Rohstoffe, strategische Partnerschaften: Europas Sicherheit braucht Afrika
Ein russischer Angriff auf das Baltikum im Jahr 2028? Das gilt unter Militärs und Geheimdiensten nicht länger als Fiktion, sondern als bedrohlich realistisches Szenario. Europa muss jetzt entschlossen handeln, um eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Eine sichere Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist dabei die Grundvoraussetzung für unsere Verteidigungsfähigkeit. Darum ist ein stärkeres Engagement in Afrika alternativlos.
Russland-Ukraine-Krieg: Sicherheit
Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Grundfesten der europäischen Sicherheitsarchitektur zerstört und über Jahrzehnte bestehende, fundamentale Paradigmen deutscher Sicherheitspolitik umgeworfen. Der russische Krieg richtet sich damit nicht nur gegen die Ukraine, sondern gegen eine regelbasierte Ordnung insgesamt. Sicherheit kann nur in einem umfassenden Ansatz hergestellt werden: militärisch, zivil, technologisch, gesellschaftlich – gemeinsam mit unseren europäischen Partnern und Alliierten weltweit.
Europas Unabhängigkeit stärken
Angesichts der Herausforderungen im transatlantischen Verhältnis und der Krise der internationalen Zusammenarbeit muss Europa in der Außen- und Sicherheitspolitik enger zusammenstehen als je zuvor. Doch der Weg zu mehr strategischer Autonomie ist umstritten.
Nationale Alleingänge müssen ein Ende haben
„Es ist wichtig, die Rahmenbedingungen für mehr Kooperation in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu schaffen“, erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz. Mehr Europa bedeute auch, entsprechende Hindernisse für eine intensivere Zusammenarbeit zu beseitigen. Gleichzeitig warnte er vor dem Aufbau von Doppelstrukturen zur NATO.
Sicherheit im Koalitionsvertrag: Politik zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Anfang Februar haben Union und SPD ihren Koalitionsvertrag für die 18. Wahlperiode vorgelegt. Sicherheitspolitisch klafft eine Lücke zwischen großen Absichten auf der einen und unzureichenden Investitionen auf der anderen Seite. So bleibt offen, wie Deutschland seiner Verantwortung nachkommen und seine internationalen Verpflichtungen einhalten will.
Sicherheitspolitik geht uns alle an
Besorgt blickt der Bundesverband der Deutschen Industrie auf die 54. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zurück. In schwieriger Zeit ist der sicherheitspolitische Austausch von besonderer Bedeutung. Gleichwohl zeugten die Beiträge in diesem Jahr mehr von Konfrontation und Ratlosigkeit, denn von einem echten Aufbruch.