Chinas Wirtschaftspolitik als Herausforderung für die europäische Wirtschaft
Aus Chinas 14. Fünfjahresplan (2021–2025) und den langfristigen Plänen bis 2035 geht deutlich hervor, dass technologische Selbstständigkeit und globale Führung bei Zukunftstechnologien für Chinas Machthaber eine zentrale Rolle einnehmen. Auch ausländischen Beobachtern ist spätestens seit der 2015 ins Leben gerufenen Initiative »Made in China 2025« klar, dass die Volksrepublik in den entscheidenden Technologien der kommenden Jahrzehnten mit aller Macht an die Weltspitze drängt.
Wie soll die Wirtschaft mit Autokratien umgehen?
Deutschland muss sich als technologieführendes Industrie-, Innovations- und Exportland mit der Welt vernetzen. Dabei werden ethische Gesichtspunkte immer wichtiger, weil universelle Menschenrechte eben keine innere Angelegenheit sind. Die Wirtschaft muss sich klar positionieren. Wie Wohlstand künftig erwirtschaftet wird, ist eine gesamtgesellschaftliche Frage und muss durch eine viel intensivere Debatte als bisher beantwortet werden.
Außenwirtschaftspolitische Zusammenarbeit mit Autokratien
Die deutsche Wirtschaft ist weltweit vernetzt. Auch mit Handelspartnern in politisch schwierigen Staaten. Die wechselseitige Abhängigkeit Deutschlands und Europas erfordert einen manchmal schwierigen Spagat. Dabei steht die deutsche Industrie für den nachhaltigen Erhalt der natürlichen Ressourcen unseres Planeten und für Rechtsstaatlichkeit ein. Deshalb stellt der BDI die Leitprinzipien der gegenseitigen Abhängigkeiten vor.