Ausstieg aus der Kohleverstromung: Strompreisanstieg muss kompensiert werden
Durch eine vorzeitige Reduzierung der Kohleverstromung können sich die Strompreise kumuliert um bis zu 54 Milliarden Euro bis 2030 erhöhen. Ohne eine Kompensation für die Wirtschaft würde ein weiterer politisch getriebener Anstieg der Strompreise dem Wirtschaftsstandort Deutschland schwere Schäden zufügen. Gemeinsam mit BDA fordern BDI und DIHK einen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt zu den Netzentgelten in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr für alle Verbrauchergruppen und weitergehende Maßnahmen für die Entlastung der stromintensiven Unternehmen.
Auswirkungen der Schließung von Kohlekraftwerken auf den deutschen Strommarkt
In der Studie wurden die Auswirkungen einer vorzeitigen Reduzierung der Kohleverstromung für zwei mögliche Szenarien betrachtet. Für beide Szenarien wird eine vorzeitige, staatlich induzierte Abschaltung in einer Größenordnung von 10 Gigawatt Kohlekapazitäten bis 2023 und eine weitere Reduzierung der Kohlekapazität auf 16 Gigawatt im Jahr 2030 modelliert. Dies wird mit der zu erwartenden marktlichen Entwicklung ohne politische Kohlemaßnahme verglichen.