Die G20: Zentrales Forum für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit
In einer immer stärker vernetzten Welt greifen nationale Alleingänge zu kurz. Die Kommuniqués der G20 sind völkerrechtlich nicht bindend. Nichtsdestotrotz hat die G20 als wichtiger Agenda-Setter gedient und dazu beigetragen, Vertrauen und Verständnis in der internationalen Gemeinschaft zu schaffen. Die geopolitische Instabilität hat die G20 jedoch vor erhebliche Herausforderungen gestellt, wenn es darum geht, gemeinsam zu handeln und die Schwierigkeiten der Zeit zu bewältigen.
Global Governance: Die Globalisierung politisch gestalten
Deutschland ist eines der am stärksten globalisierten Länder weltweit. Wie kaum ein anderes Land hängt Deutschlands Wohlstand von offenen und regelbasierten Märkten für Handel und Investitionen ab. Global Governance – die Gestaltung der Globalisierung – ist heute wichtiger denn je. Denn die multilaterale Ordnung ist unter Beschuss.
Die Gruppe der 7 (G7): Weltwirtschaftsgipfel und Wertegemeinschaft
Die G7 fördert eine enge Zusammenarbeit zwischen den führenden Industrieländern. Obwohl die G20 auch für die multilaterale Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung ist, wird die G7 ein wichtiges Format für die Gestaltung der Globalisierung und die Lösung drängender globaler Herausforderungen bleiben, da ihre Mitglieder viele Werte wie den Glauben an pluralistische Demokratien, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit teilen.
Die Business 20: Die Stimme der G20-Wirtschaft
Die Gruppe der 20 (G20), der Zusammenschluss von 19 führenden Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, ist zu einem zentralen Forum der Global Governance geworden. Um ihr Mandat zu erfüllen, ein starkes, ausgeglichenes und nachhaltiges Wachstum zu fördern, ist die G20 auf die Expertise der Wirtschaft angewiesen. Dies leistet die Business 20 (B20), die Stimme der Wirtschaft der G20-Länder.
Kooperation zwischen China, der EU und Deutschland zum Thema Gesundheit
Zolleliminierung für pharmazeutische und medizinische Produkte
Internationale Wirtschaft reagiert geschlossen auf Corona-Pandemie
In Zeiten wie diesen sind globale Lösungen für globale Herausforderungen gefragt. Die internationale Wirtschaftsgemeinschaft (Business20, Global Business Coalition, ICC und Business at OECD) sowie die G7 und G20 haben sich daher auf gemeinsame Stellungnahmen und Initiativen als Antwort auf das Coronavirus verständigt. Die Global Business Coalition (GBC) hat in drei Erklärungen die Herausforderungen an die globalen Lieferketten und die Luftfrachtindustrie mit konkreten politischen Empfehlungen angesprochen.
Die Weltwirtschaft in schwierigem Fahrwasser – Business 20 so gefragt wie nie
Das Weltwirtschaftswachstum hat an Schwung verloren; Protektionismus und nationale Alleingänge sind en vogue. Die Welthandelsorganisation (WTO) ist unter Beschuss. Umso wichtiger ist eine starke Stimme der Wirtschaft, meint Außenwirtschaftsexpertin Stormy-Annika Mildner. Die Rolle der Business 20 sei so wichtig wie nie zuvor.
Letzte Chance für WTO-Reformen?
Im Vorfeld des G20-Gipfels Ende Juni fordert der BDI, dass die Lösung des Konflikts um das WTO-Streitschlichtungsverfahren zur Top-Priorität erklärt wird. Gemeinsam mit internationalen Partnern in der Global Business Coalition fordert der BDI die G20 auf, die Blockade um die Nachbennen der Richter in der WTO-Berufungsinstanz aufzuheben.
Japans G20-Präsidentschaft
Bewertung des G20-Communiqués
Mehr Wirtschaft mit Afrika!
Im Rahmen der G20-Präsidentschaft wurden für die zukünftige Kooperation mit dem afrikanischen Kontinent und für dessen wirtschaftliche Entwicklung entscheidende Weichen gestellt. Die von den verschiedenen Ministerien formulierten Positionen gilt es umzusetzen mit einem klaren Fokus auf die Privatwirtschaft. Zur Stärkung des Engagements deutscher Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent sollten aus Sicht der Träger der Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) und der Deutschen Afrika Stiftung (DAS) drei Prioritäten bei der zukünftigen Afrikapolitik gesetzt werden.
Das europäische Wohlfahrtsmodell wird sich durchsetzen
BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber sieht die Zukunft der Weltwirtschaftsordnung in der europäischen sozialen Marktwirtschaft. Gemeinsam mit Staatssekretär Jens Spahn und Bankenverband-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer skizzierte Kerber im Rahmen von „MK3“ die Herausforderungen der deutschen G20-Präsidentschaft in stürmischen Zeiten.
Für offene Märkte und inklusives Wachstum
Mit Blick auf die wachsende Globalisierungskritik hat die B20 ein öffentliches Statement an die G20-Sherpas gerichtet, die zum ersten Mal unter deutscher G20-Präsidentschaft zusammentrafen. Regierungen und Wirtschaft müssten Globalisierungseffekte besser vermitteln und sicherstellen, dass alle an den Vorteilen offener Märkte teilhaben könnten, heißt es in der Erklärung von 48 führenden Wirtschaftsvertretern.
CO2-Bepreisung auf die G-20-Agenda setzen
Der BDI, Germanwatch und das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) formulieren gemeinsame Forderungen für den globalen Klimaschutz. Die G20-Länder sollten ihre Politik an den Klimazielen des Pariser Abkommens orientieren und mit einer Initiative für ein starkes Preissignal für CO2 vorantreiben.
B20-Coalition: BDI übernimmt Präsidentschaft
Am 1. und 2. Juni trafen sich die Verbandspräsidenten der B20 Coalition in Paris. Der BDI übernahm dabei die Präsidentschaft von der Canadian Chamber of Commerce.